Wer hätte das gedacht? Ein etwas anderer Spielbericht (2. Herren)

Das letzte Spiel der Saison 2018/2019. Nicht nur für die zweite Herrenmannschaft, sondern für den Verein NHC. Und das gegen den bereits vor dem Spiel feststehenden Meister der HSG Warberg/Lelm – ein würdiger Abschluss.
Vor dem Spiel: 12 Heimsiege ohne Niederlage. Eine beeindruckende Bilanz unserer Herrscher der Festung Schuhwallhölle. Und diese Bilanz durfte einfach nicht im letzten Spiel fallen. Noch einmal die Kräfte sammeln, die Truppen aufstellen und dem Gegner alles entgegenwerfen, was man hat. Und das hat sich gelohnt Halbzeitstand 12:8, Endstand 28:23. Zu Hause ohne Verlustpunkte – das Kunststück schaffte mit uns nur unser heutiger Gegner. Nach dem Spiel: 13 Heimsiege ohne Niederlage – wer hätte das gedacht?
Im Spiel hielt besonders die Abwehr wieder wie eine Mauer zusammen. Kai Kühn, Andre Kühn, Kai Strupeit und Timo Effler ließen den ein oder anderen Gegenspieler bereits vor dem Torwurfversuch abprallen. Obwohl die Abwehr wie eigentlich immer ordentlich zupackte, haben sie es doch geschafft, als fairste Mannschaft die Saison zu beenden – wer hätte das gedacht?
Und wenn dann doch mal ein Ball durchkam, stand in diesem Spiel wieder einmal der Hexer Maik Wilfer im Tor und fischte so manchen Wurf artistisch ab. Und wenn dann noch ein fast 50jähriger einen Tempogegenstoß auf einen fast 40jährigen (Oliver Strupeit) wirft, bringt man die Schuhwallhölle zum Kochen. Wer hätte das gedacht?
Der Gegner – angeblich bereits seit Wochen in Feiermodus – versuchte mit wechselnden Abwehrsystemen das Spiel offen zu halten. Beim Zwischenstand von 21:20 und 2 Spieler Überzahl hätte der Gegner das Spiel drehen können. Hätte – denn jetzt spiele mal eben Marc Bode groß auf. Drei Tore durch unseren Linkshänder in doppelter Unterzahl gegen eine offensive Manndeckung brachte die Vorentscheidung. Zu den bereits erzielten 200 Saisontoren steuerte Marc in diesem Spiel mal eben 12 Tore (davon 6 von 6 durch 7Meter), was ihm die souveräne Torjägerkrone sicherte – wer hätte das gedacht.
Trainer Jan Kühn war sichtlich stolz auf diese Truppe. Dieses Mal brauchte er keinen „Turettanfall“, weder vor dem Spiel noch in der Halbzeit, um seine Mannen zum, am Ende, sicheren Sieg zu steuern. Trotz der manchmal geringen Trainingsbeteiligung – man munkelt, dass manche Spieler nicht ein Mal trainiert haben – konnte am Ende ein dritter Platz bejubelt werden. Punktgleich mit dem Zweiten – wer hätte das gedacht?
Verabschiedet wurden mit Kai „KK“ Kühn, Andre „AK“ Kühn und Jan Hendrik „Schmiddi“ Schmidt drei alteingesessene Urgesteine der Northeimer Handballgeschichte. Wir wünschen allen alles Gute ohne uns. Auch dank Ihnen waren wir die im Schnitt älteste Mannschaft der Landesliga – wer hätte das gedacht?
Da der angestandene Chronist der zweiten Herren, Eddy, sich anderswo vergnügte, möchte der Ersatzautor dieses Artikels gerne anonym bleiben – wer hätte das gedacht?
Nach dem Spiel wurde zusammen mit der dritten Herren noch ordentlich gefeiert. Bier floss, Würstchen und Steaks schmeckten und es wurden einige Späßchen getrieben. Es wurde sehr lang – Jeder hätte das gedacht!