Northeimer HC e.V.

Northeimer HC e.V.

Berlin… du bist so wunderbar!

Berlin… du bist so wunderbar!

Ein Bericht unseres Kooperationspartners Gymnasium Corvinianum Northeim. Das Corvinianum nahm mit zwei Handball-Teams am Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ teil. Von den 20 Spielern spiel(t)en immerhin 15 für den Northeimer HC.

Das alte Sprichwort „Berlin ist eine Reise wert“ traf für die Handballmannschaften des Corvinianum beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in jeder Hinsicht zu; allein die Qualifikation war ein Riesenerfolg, aber sportlich ging es für die WK2-Mannschaft noch ein Stück weiter. Zeigte in der Vorrunde insbesondere der spätere Turniersieger Berlin noch die Grenzen auf, deutete die knappe Niederlage gegen Rostock aus Mecklenburg-Vorpommern schon darauf hin, dass das Team kein „Punktelieferant“ sein würde. Und die Platzierungsrunde zeigte genau das: Alle dort spielenden Teams von Bremen über das Saarland, Sachsen und Thüringen wurden bezwungen, so dass schlussendlich Platz 9 heraussprang. Mehr geht realistisch betrachtet auch kaum, da die davor platzierten Mannschaften aus Sportschulen kommen, die an Handballbundesligisten wie Füchse Berlin, Bergischer HC, MT Melsungen oder FA Göppingen angebunden sind. Diese anerkennenswerte Leistung ist zudem sehr hoch einzuschätzen, weil das Team Verletzungs- und Coronafälle kompensieren musste.
Für unsere „Ersttäter“ aus Jahrgang 7 bis 9 stand das Turnier unter dem Motto „David gegen Goliath“, denn die Jungs mussten sich im kompletten Turnierverlauf mit Spielern messen, die ihnen physisch hoch überlegen waren. Kein Wunder, denn die waren mit Masse mindestens ein Jahr älter und Schüler von Sportinternaten mit durchschnittlich vier Trainingseinheiten pro Woche allein am Vormittag. Um so erstaunlicher war es, dass Team Corvinianum den späteren Turnierdritten Bremen am Rande einer Niederlage hatte, Hamburg sicher besiegte und gegen Thüringen zumindest einen Punkt holte. Lohn war der 12. Platz im Gesamtklassement. „Klar war es hart, gegen so große Gegner zu spielen, aber es hat sich voll gelohnt und wir würden das sofort wieder machen!“ sind sich Till Richter und Mikkel Friedrichs aus Jahrgang 7 einig.
Die Jungs genossen die einmalige Atmosphäre und das olympische Flair, beginnend mit dem offiziellen Empfang durch die Niedersächsische Landesvertretung, einem Spiel von Basketball Bundesligisten Alba Berlin und dem Austausch mit den AthletInnen anderer Bundesländer. „Wir haben alle das gleiche Hobby. Wir haben gegeneinander gespielt und trotzdem Berlin miteinander erlebt. Wir halten bestimmt Kontakt.“, schildern Haakon Guittonnet (Jg.8) und Tobias Kreft (Jg.9) das Miteinander der AthletInnen. Vor allem die hervorragend organisierte Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle zusammen mit über 2000 AthletInnen aus ganz Deutschland bleibt allen in Erinnerung. Dort herrschte Gönsehautstimmung pur, insbesondere beim Entzünden des Olympischen Feuers, dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne und der anschließenden Disco Party. „Die Party war der Hammer! Jetzt müssen wir hart trainieren, damit wir es auch nächstes Jahr nach Berlin schaffen!“ sind sich alle Teilnehmer einig.
MdB Karoline Otte, selbst ehemalige Schülerin des Corvis, fieberte während der Spiele mit den Jungs und begleitete sie zur Abschlussveranstaltung. Sie zeigte sich insbesondere vom Leistungsniveau des Sports, aber auch vom inklusiven Charakter der Veranstaltung beeindruckt. „Es ist eine tolle Geste, wenn ein MdB trotz der stressigen Büro Klausur die Zeit findet, ihre ehemalige Schule anzufeuern und mit Schülern und Lehrern ins Gespräch zu kommen.“ freut sich Corvi Lehrer Ollo Wode über Ottes Engagement.

Team Corvinianum vor dem Brandenburger Tor

Team WK2:
Marcel Schulz, León Polinski, Basti Bialas, Oskar Hofmann, Krister Brodmann, Adam Bohne, Björn Dörflinger, Freddy Heise, Fynn Hannemann, Felizian Sorge, Falk Tschernich, Henning Bruns

Team WK3 mit Weltmeister von 2007 Christian Schwarzer

Team WK3 mit ehemaligen Corvinianerinnen Mathilde, Charlotte, Marie und MdB Karoline Otte

alle Fotos: privat / Corvinianum Northeim

Neues Trainerteam der 1. Herren

Neues Trainerteam der 1. Herren

Zur Saison 2022/23 übernimmt dann ligaunabhängig das Trainerteam bestehend aus Jürgen Bätjer und Tim Gerstmann. Bätjer kommt als neuer Cheftrainer vom HC Eintracht Hildesheim und blickt bereits auf neun Jahre als 3. Liga Trainer zurück. Zu Beginn seiner Trainerlaufbahn trainierte er zwei Jahre die A-Jugend Bundesliga Mannschaft bei Eintracht Hildesheim. Es folgten 6 Jahre beim HHB Burgwedel und drei Jahre beim HC Eintracht Hildesheim jeweils in der 3. Liga.

Auf die Frage warum nun der NHC entgegnet Bätjer: „Der NHC ist ein namhafter Verein, der für ambitionierte Ziele steht und dennoch familiär, vertrauensvoll von gegenseitigem Respekt geprägt, geführt wird. Das sind Attribute, die außerhalb der sportlichen Zielsetzungen für mich enorm wichtig sind. In den tollen Gesprächen mit Guido und Kevin, haben ich und meine Frau die o.g. Attribute sehr schätzen gelernt, auch weil diese leider oft genug nicht mehr so wichtig erscheinen im Profi/Semiprofibereich und uns daraufhin für Northeim entschieden. Wir finden die Kombination aus gewachsenenStrukturen, Ambitionen, Visionen und menschlicher Größe in Northeim einfach stimmig!“

Beim NHC will Bätjer die tolle Jugendarbeit im Seniorenbereich weiterführen und die Vernetzung von Jugend und Herrenbereich weiter vorantreiben. Ziel für jeden Jugendspieler in Northeim muss es sein in der ersten Herren zu spielen. Am besten in Liga 3. „Ich glaube, ich kann junge Spieler weiterentwickeln, dazu müssen die Spieler nicht zwingend in die Handballinternate abwandern. Außerdem hat die Region einen Bundesligaverein verdient. Deshalb reizt es natürlich auch auf Spitzenniveau zu trainieren und vor tollem Publikum gemeinsam Siege zu feiern“, so Bätjer weiter. Im Hauptberuf ist der 45 jährige Lehrer am Gymnasium in Salzgitter Bad. Privat ist er mit Christine verheiratet. Sie haben mit Luis 19 Jahre, Lienna 16 Jahre und Fiete 8 Jahre drei Kinder.

Die Co-Trainer Position an der Seite von Jürgen Bätjer übernimmt nach seiner schweren Verletzung Tim Gerstamnn. Gerstmann agiert bereits seit seiner Verletzung als zweiter Co-Trainer auf der Bank. Er hat beim Team ein hohes Ansehen und soll als „Northeimer“ Trainer aufgebaut werden.
Der NHC wünscht den neuen Trainern eine gute und erfolgreiche Zeit!

Foto: NHC

NHC stellt Weichen für die Zukunft

NHC stellt Weichen für die Zukunft

In einem dramatischen Spiel haben die Herren des NHC ihr drittes Spiel in der Abstiegsrunde gegen die TSG A-H Bielefeld mit 34:31 in Einbeck gewonnen. Carsten Barnkothe hat wie gewohnt die richtigen taktischen Hinweise der Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Nach dem erhofften Verbleib in der 3. Handball-Bundesliga werden wir Carsten nicht mehr auf der Trainerbank der Herren sehen. Die lange vorbereitete Entscheidung gaben die Vorsitzenden Kevin Schiffer und Guido Mönnecke gemeinsam mit Carsten Barnkothe im Rahmen eines Pressegespräches bekannt.

Barnkothe übernahm im Jahr 2002 die Herren-Mannschaft der HSG Northeim-Hammenstedt-Hillerse in der Verbandsliga, stieg vier Jahre später in die Oberliga auf und begann eine 20 jährige Erfolgsgeschichte mit den Höhepunkten der Niedersachsen-Meisterschaft 2014 und 2017. Seit der Saison 2017/18 spielen die Herren ununterbrochen in der 3. Handball-Bundesliga.

Carsten übernimmt neben seiner Aufgabe als Chefcoach der Damen-Oberliga-Mannschaft weitere Aufgaben im NHC, unter anderem koordiniert er als sportlicher Leiter den für uns sehr wichtigen Übergang der Jugendlichen in den Erwachsenenbereich. Wir haben unter dem Jugendkoordinator Mark-Oliver Wode hervorragende Arbeit in den letzten Jahren geleistet. Uns darf nun kein Jugendlicher, der aus den A-Jugendmannschaften in den Erwachsenenbereich tritt, verloren gehen.

Nicolai Hansen wird den NHC als Co-Trainer nach zwei erfolgreichen Jahren ebenfalls verlassen. Der ehemalige dänische Handballprofi hat dem NHC in seiner Zeit viele neue professionelle Impulse gegeben und ist ein guter Typ. Wir bedanken uns ganz herzlich bereits heute für sein Engagement und werden uns zum Ende der Saison gebührend verabschieden.

Gelungener Start-Ziel-Sieg der wB1

Gelungener Start-Ziel-Sieg der wB1

Am vergangenen Samstag war der HV Lüneburg zu Gast, den wir im Hinspiel in Lüneburg ziemlich deutlich schlagen konnten. Allerdings waren die Gastgeberinnen dort extrem ersatzgeschwächt, konnten lediglich mit 7 Spielerinnen auflaufen, zudem fehlten wichtige Torgaranten im Rückraum. Dass der 16:35 Sieg aus diesem Hinspiel also genauso wiederholt werden konnte, war also quasi auszuschließen. Im Gegenteil: Die Gäste aus Lüneburg konnten zuletzt mit sehr achtbaren Ergebnissen gegen die Topmannschaften Burgdorf und Badenstedt sowie einem klaren Auswärtssieg in Warberg mit großem Selbstvertrauen anreisen. Trotzdem lag die Favoritenrolle in diesem Spiel natürlich bei den NHC-Mädels, die sie auch selbstbewusst annahmen.

Der Start verlief genau nach Maß, die Deckung stand am Anfang ziemlich sicher und die Gegenstoßmaschinerie lief sich warm, sodass wir über 5:1 und 8:3 bereits nach 9 Minuten die erste Auszeit der Gäste erzwingen konnten. Leider machten sich nun in der Abwehr viele Abstimmungsfehler breit, die Lüneburg konsequent zu einfachen Toren im Positionsangriff nutzen konnte. Da aber der Angriff weiterhin gut lief, konnte zumindest die 5 Tore Führung bis kurz vor der Halbzeit gehalten werden. Einige technische Fehler, mehrere Fahrtkarten im Abschluss und eine fahrlässige Abwehr führten aber dazu, dass wir den Sack nicht bereits in der ersten Hälfte zumachen konnten. Im Gegenteil kam Lüneburg sogar bis auf 3 Tore heran und konnte sich für die zweite Hälfte etwas ausrechnen.

In der Halbzeit wurden die Fehler in der Defensive dann klar analysiert und ein paar Feinjustierungen vorgenommen, sodass wir mit Vollgas aus der Halbzeit kamen und nach 8 Minuten beim 26:18 vorentscheidend davonzogen. Dieser kurze Zwischenspurt reichte aus, um den Rest des Spiels etwas angenehmer angehen zu können. Alle Spielerinnen konnten sich durch eigene Tore, klasse Anspiele oder gute Deckungsarbeit auszeichnen (ein Sonderlob verdiente sich hier Tagesrüpel Esther durch nicht immer optimale aber zumindest körperbetonte Deckungsarbeit mit insgesamt 4min Erholungspause), sodass sich am Ende ein letztendlich ungefährdeter Sieg verbuchen lässt, auch wenn die Gäste aus Lüneburg stets gut dagegenhielten.

Neele, Merle (Tor) – Betke 1, Knoke 7, König 2, Schütze 13/3, Sommer 2, Pormetter 1, Kobbe 3, Kirch 2, Schwede, Bodenstab, Penner 2/2.

 

Foto: NHC