Sep. 28, 2024
Beim Handball geht es nicht nur um Tore, Sieg oder Niederlage, sondern um Toleranz, Zusammenhalt und darum, füreinander einzustehen. Beim Northeimer HC steht Solidarität und Teamgeist im Vordergrund und diese Werte leben wir nicht nur im Spiel oder Training sondern auch im Alltag.
“Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!” ist das Motto der DKMS.
Zwei Mitglieder unseres Vereins, Jette und Björn haben in den vergangenen Wochen Stammzellen an ihren genetischen Zwilling gespendet und somit einem krebskranken Menschen die Chance auf ein neues Leben geschenkt.
Die Registrierung als Stammzellspender ist ein einfacher, aber bedeutsamer Schritt, der das Leben eines schwer erkrankten Menschen retten kann. In Deutschland engagiert sich die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) dafür, potenzielle Spender zu gewinnen und sie über den gesamten Prozess der Stammzellspende aufzuklären. In diesem Bericht teilen Jette und Björn ihre persönlichen Erfahrungen mit der Registrierung und der anschließenden Spende, um andere zu ermutigen, ebenfalls Teil dieser lebensverändernden Initiative zu werden.
Registrierung bei der DKMS:
Im Rahmen von Registrierungsaktionen, sei es in Schulen, bei Veranstaltungen oder durch Eigeninitiative, erhält man von der DKMS ein Registrierungsset. Dieses Set enthält ein Wattestäbchen, mit dem man einige Sekunden lang an den Schleimhäuten im Mund reiben muss. Nach dem Versiegeln des Stäbchens und dem Ausfüllen eines Fragebogens mit persönlichen Daten wird alles versandkostenfrei an die DKMS geschickt. Ab dem Moment der Versendung ist man offiziell in der Datei der DKMS registriert. Die Daten werden ab Volljährigkeit in die weltweite Spenderdatei freigegeben, wobei die Registrierung bereits ab 17 Jahren möglich ist.
Der Anruf der DKMS:
Nach einiger Zeit erhielten wir unerwartet einen Anruf von der DKMS, dass wir als mögliche Spender in Frage kommen könnten. Im Telefonat wurden zunächst unsere grundsätzliche Bereitschaft zur Spende sowie einige Gesundheitsfragen geklärt. Anschließend erhielten wir per Post ein Blutabnahme-Set, das uns half, den nächsten Schritt in diesem bedeutenden Prozess zu gehen. Kurze Zeit später kam die erfreuliche Nachricht: es lag ein sogenanntes „Match“ vor, und wir konnten einem schwer erkrankten Menschen mit einer peripheren Stammzellspende helfen.
Der Ablauf der Spende
Vorbereitungen und Gesundheitscheck:
Vor der Spende fanden weitere ausführliche Telefongespräche statt, in denen der gesamte Ablauf erklärt wurde. Dazu gehörten die Vorbereitung, die Anreise in eines der Entnahmezentren, die Möglichkeit zur Freistellung von Arbeit oder Schule und die eigentliche Spende. Bei unserem ersten Termin in der Entnahmeklinik erhielten wir einen umfassenden Gesundheitscheck und ein weiteres Aufklärungsgespräch, um sicherzustellen, dass unsere Gesundheit für den Eingriff geeignet war.
Mobilisierung der Stammzellen:
Vor der Spende mussten wir uns fünf Tage lang selbst Injektionen mit speziellen Spritzen verabreichen, um die Stammzellen in die Blutbahnen zu mobilisieren. Dazu erhielten wir auch Schmerztabletten für mögliche Nebenwirkungen wie Kopf- und Gliederschmerzen, die vergleichbar mit einem leichten grippalen Infekt sind. Sich die Spritzen selbst zu verabreichen war super einfach und kein Grund zur Sorge.
Der Tag der Spende:
Am Tag der Spende wurden wir herzlich in der Entnahmeklinik empfangen. Das DKMS-Team sorgte für eine angenehme Atmosphäre, und nach der Vorbereitung wurden wir an ein Gerät angeschlossen, das die Stammzellen aus dem Blut filterte. Der gesamte Vorgang dauerte etwa 3 bis 5 Stunden, die wir mit Musikhören und Streamen angenehm verbringen konnten. Am Ende war der Transfusionsbeutel mit den lebensrettenden Stammzellen fertig, um sich auf den Weg zum Patienten zu machen. Wir konnten die Klinik direkt danach verlassen und uns den Rest des Tages erholen.
Kontakt zum Patienten:
Am folgenden Tag hatten wir die Möglichkeit, bei der DKMS zu erfahren, wohin unsere Spende gegangen war. Zunächst erhielten wir nur grobe Informationen über den Empfänger: Geschlecht, ungefähre Altersgruppe und das Land, in dem er lebt. Je nach Länderregelung besteht die Möglichkeit eines anonymen Kontakts über die DKMS. Ein persönliches Kennenlernen kann frühestens nach zwei Jahren bei gegenseitigem Einvernehmen erfolgen.
Fazit:
Unsere Erfahrungen als Stammzellspender waren durchweg positiv. Der Aufwand, den wir betrieben haben, steht in keinem Verhältnis zu dem Leiden, das schwerkranke Patienten und deren Angehörige erfahren müssen. Es erfüllt uns mit Stolz und Freude, jemandem die Chance auf Lebensrettung gegeben zu haben. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte überlegen, sich zu registrieren und Teil dieser wichtigen Initiative zu werden.
Also Mund auf – Stäbchen rein – Spender sein!
Eure Jette und Björn

Sep. 23, 2024
Mit einem guten Start ins Spiel sorgte die 1. Herren des Northeimer HC für die nötige Grundlage, um siegreich gegen den SV Alfeld nach Hause zu fahren. Nach 60 Minuten stand auf der Anzeige ein 29:33 (13:17) für den NHC.
Die Mannschaft von Jürgen Bätjer konnte ihren Patzer aus vergangener Woche mit einem Pflichtsieg wieder ausbessern. Mit einem Paradestart konnte die 1. Herren in der 11. Minute auf eine 2:8 Führung zeigen. Verzichten musste die 1. Herren nach der Anfangsphase bereits auf Spielmacher Mateusz Wróbel, der nach einem fragwürdigen Kopftreffer beim 7m mit Rot vom Platz gestellt wurde. Nach einer Auszeit von Alfeld nutzen die „Leinepiraten“ die Umstellung von Northeim und kamen ins Spiel. Bis zur 25. Minute verkürzten sie die Führung auf 2 Tore. Bevor der NHC wieder konzentrierter die Halbzeit beenden konnte. Allerdings konnte sich die Mannschaft auch in der zweiten Hälfte nicht richtig fokussieren und durch zu viele technische Fehler und einer ungenügenden Abschlussquote nicht richtig davon ziehen. Ein kompakter Innenblock und eine gute Torwartleistung von Yannis Pätz sorgten allerdings für die nötige Absicherung in der zweiten Hälfte. So wurde die 4 Tore Führung zur Halbzeit mehr verwaltet als ausgebaut. Am Ende konnten sich die Northeimer nicht wirklich von ihrer besten Seite zeigen, aber einen Pflichtsieg und die dazugehörigen zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Bester Schütze der Northeimer war Miksa Hrabak, der mit 9 Toren und seiner Abgezocktheit die Mannschaft stabilisierte.
NHC:
Beck, Wenderoth, Pätz; Liebing 3, Sokhorovych 5, Lutze 2, Wróbel, Von Consbruch, Bode 4, Beltzer 3, Hrabák 9/3, Wodarz 6, Fietz 1.
Weiter geht es für die NHC Herren nächste Woche am Samstag um 19:30 in Wolfsburg. Gegen die Vorsfelde Razorbacks wird die Mannschaft wieder volle Unterstützung von den Fans brauchen, um den September erfolgreich zu beenden und mit einem guten Gefühl in die Herbstpause zu gehen.
Foto: Spieker Fotografie (Miksa Hrabák)
Sep. 17, 2024
Die 1. Herren des NHC muss die erste Niederlage in einem Saisonspiel seit März bitter in Kauf nehmen. Die Mannschaft verliert vor heimischer Kulisse mit 28:30 (17:18) gegen die TSV Burgdorf II.
Nach einem soliden Start in die neue Saison konnte die 1. Herren nicht an die Coolnes in der Crunchtime von letzter Woche anschließen. Zu Beginn konnte die Mannschaft gut in der Abwehr starten und auch vorne fand sie gute Lösungen. Doch Burgdorf ließ nicht locker. Die Jungs aus der Expo-Stadt konnten durch ihre individuelle Klasse gute Abschlüsse finden und sich im Spiel halten. Kurz vor der Halbzeit drehte das Spiel dann zugunsten der Hannoveraner. Nach der Pause blieb das Spiel weiter hart umkämpft. Zwischen vielen Führungswechseln bis zur 53. Minute ging viel Energie verloren, die am Ende gefehlt hat. Durch viele technischer Fehler und Unkonzentriertheiten konnte die Mannschaft nichts mehr an der Niederlage vor heimischer Kulisse ändern.
Bester Schütze des NHC war wieder mal Mateusz Wróbel, der mit 8 Toren mitverantwortlich für das lange Kopf an Kopf rennen war.
NHC:
Beck, Wenderoth, Pätz; Burandt, Liebing (3), Sokhorovych (3), Lutze, Wrobel (8), Von Consbruch, Bode (5), Beltzer (4), Hrabak (2), Wodarz (3), Fietz.
Am kommenden Samstag den 21.09. geht es zum DERBY nach Alfeld. Anpfiff in der BBS Halle ist um 19:00 Uhr. Im Mannschaftsbus sind noch ein paar Plätze frei. Abfahrt ist um 16:30 Uhr an der Schuhwallhalle. Das Team freut sich auf reichlich Unterstützung.
Bilder vom Spieltag gibt es HIER
Foto: Spieker Fotografie.
Sep. 8, 2024
Im ersten Auswärtsspiel der Saison hatte die 1. Herren des NHC noch eine offene Rechnung aus letzter Saison. Die HSG Schaumburg Nord machte es den Northeimern allerdings nicht einfach, diese zu begleichen. Doch am Ende konnte die Mannschaft von Jürgen Bätjer mit 32:35 (13:18) erleichtert nach Hause fahren.
Dass es kein leichtes Spiel wird, war von Anfang an klar. Verletzungsbedingt fehlten Jan Mattis Heyken und Raffael Pogadl, der ebenfalls mit einer Handverletzung vorerst ausfällt. Doch der NHC startete gut in das Spiel, die Abwehr war sehr kompakt und ließ wenig zu. Dazu nagelte Carl Beck das Tor besonders in der Anfangsphase zu. In der 22. Minute stand es dann 8:14, ehe es zu einem offenen Schlagabtausch bis zur Halbzeit kam und die Mannschaften mit 13:18 in die Halbzeitpause gingen.
Nach der Halbzeitpause konnte der NHC sich dann eigentlich gut in die 2. Halbzeit spielen, doch ab der 37. Minute schlichen sich vermehrt technische Fehler ein und die Hitze stieg der Mannschaft etwas zu Kopf. Nach der dritten 2min Strafe von Yurii Sokhorovych musste schnell eine neue Abwehr Formation her, um im Spiel zu bleiben. Doch NHC Routinier und Kapitän Malte Wodarz stabilisierte die Mannschaft defensiv. Doch bei einem Zwischenstand von 23:24 gab sich Schaumburg auch nicht kampflos geschlagen. Es wurde zu einem hitzigen und kämpferischen Spiel, in dem jeder Fehler bestraft wurde. Aber die Schaumburger ließen nicht locker und so stand es in der 51. Minute 27:27. Das Spiel drohte zu kippen, aber der eingewechselte Yannis Pätz parierte gleich mehrere Konter und freie Würfe und servierte somit die Basis für die Crunchtime. Am Ende behielt der NHC den kühleren Kopf und brachte das Spiel mit hervorragenden Angriffen mit 32:35 nach Hause. Souverän ist anders, aber sichtlich erschöpft und erleichtert feierten die Regionalliger Handballer ihren gelungen Auswärtsspiel Auftakt.
Bester Schütze des NHC war Mateusz Wróbel mit 9 Toren, dazu lieferten Carl Beck und Yannis Pätz grandiose Leistungen im Tor.
NHC:
Beck, Pätz, Wenderoth; Burandt, Liebing (3), Sokhorovych (4), Lutze (1), Wróbel (9/2), Von Consbruch (2), Bode (1), Beltzer (5), Hrabák (5/1), Wodarz (3), Fietz (2).
Kommendes Wochenende findet der erste DOPPEL Heimspieltag des NHC statt. Am Sonntag den 15.09. spielen zunächst um 14:50 Uhr die Oberliga Damen ihr Derby gegen den MTV Rosdorf und um Anschluss messen sich um 17:00 Uhr die Herren mit dem Bundesliganachwuchs der TSV Burgdorf II. Spieltagssponsor ist dann die Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Northeim. Es wird im Eingangsbereich einen Stand mit einem Handballquiz geben. Zu gewinnen gibt es attraktive NHC-Preise.
Foto: NHC.