Maxis beim Turnier in Rosdorf
Trotz eines insgesamt verdienten 41:26-Erfolgs gegen die Mädels vom SC Germania List tat sich die weibliche A-Jugend bei diesem Heimsieg überraschend schwer. Es entwickelte sich ein hektisches, fehlerreiches Spiel, das die Mannschaft vor allem in der Anfangsphase unnötig unter Druck setzte.
Von Beginn an fehlte die gewohnte Ruhe und Kontrolle. Einige Fehlpässe im Angriff führten immer wieder zu Zeitspiel, was kaum strukturiertes Ausspielen zuließ und auch einige Schrittfehler machten sich bemerkbar, wodurch die Hektik zusätzlich verstärkt wurde. Auch defensiv war die Mannschaft unsortiert: Lücken wurden nicht geschlossen und Zweikämpfe schlecht angenommen, wodurch innerhalb der ersten Halbzeit gleich fünf Siebenmeter gegen das Team entstanden. Drei Auszeiten mit klaren Absprachen und notwendigen Verbesserungsmaßnahmen veränderten die Lage kaum.
So dauerte es bis zur Halbzeit, bis sich das Team mühsam eine knappe 15:14-Führung erkämpfte.
Das Mindset und die Umsetzung änderten sich drastisch in der zweiten Hälfte. Hervorragende Torwürfe von Lea Heiduck und einige Erfolge mit Tempospielen durch Leyla Bodenstab sorgten dafür, dass sich die Mannschaft Stück für Stück einen soliden Vorsprung erarbeitete. Zwar führten einige Zeitstrafen zu erneuten Unterzahlsituationen, dennoch blieb die Mannschaft konzentriert und ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen.
Bis zur 40. Minute erspielte sich das Team eine 23:19-Führung, getragen von einer deutlich stabileren Abwehrarbeit, besserem Zusammenschieben und klarer Kommunikation. Gleichzeitig wurden Angriffssituationen konsequenter ausgespielt und sowohl Anspiele nach Außen, aber auch zum Kreis fanden sicherer ihr Ziel wodurch es zu mehreren wichtige Treffern kam.
Die Gäste spielten bis zum Ende konzentriert weiter, wodurch das Spiel trotz des wachsenden Vorsprungs nie komplett an Spannung verlor. Dennoch behielt die Mannschaft die Kontrolle, nutzte ihre Chancen konsequent und setzte sich am Ende verdient mit 41:27 durch. Der klare Heimsieg sorgte für große Zufriedenheit im Team wobei sich vor allem die deutliche Steigerung nach der schwierigen ersten Halbzeit hervorhob.
An dieser Stelle möchten wir unserer zuverlässigen Rückraumspielerin Merle Gebhardt die besten Genesungswünsche aussprechen, die sich beim letzten Auswärtsspiel leider eine Fingerfraktur zugezogen hat. Nach Mira wird nun auch Merle einige Wochen ausfallen.
Für den NHC spielten: Annika Kulze (Tor), Ina Dörflinger (Tor), Stella Mildner (3), Hanna Deutsch (2), Sophie Binding, Emilie Hasenjäger (5), Lea Heiduck (11), Leyla Bodenstab (15), Emma-Sophie Busse (1), Julia Siebeneicher (1), Mia-Amelie Busse (3)
MTV Geismar – Northeimer HC (mjA): 36:29 (17:10)
Am Sonntag, den 16.11.25 war der Northeimer HC auswärts beim MTV Geismar gefragt. Nachdem man zuletzt dem Tabellenführer einen Punkt abgenommen hatte und sich davor auch gegen Hannover sehr gut präsentierte, sollte der positive Lauf fortgesetzt werden. Doch die Northeimer Wundertüte schlug an diesem Spieltag erneut zu…
Während beide Trainer bereits bei der Besprechung auf die Relevanz des Spiels verwiesen, war bereits in der Kabine nicht ganz klar, ob diese Worte überhaupt ankamen. Konzentration oder Müdigkeit – das lässt sich beim Blick in manche Gesichter kaum auseinanderhalten. Getreu des Mottos: Ich höre dich, aber ich versteh dich nicht, begann das Spiel verschlafen, nur der MTV war wach und hatte Bock auf Handball. Entsprechend gingen sie bereits nach kürzester Zeit mit 4:1 in Führung. Taktische Vorgaben gegen Maximilian Moldenhauer, den erfolgreichsten Schützen Geismars, wurden gegen ihn zu Beginn noch umgesetzt. Dafür spielte man jedoch hinten keine Abwehr. Leider wurde unterirdisch verteidigt. Nach 15 Spielminuten hatte sich Northeim bereits 4(!) Zeitstrafen eingefangen. Es ist das dritte Spiel, in dem wir die erste Viertelstunde neben uns stehen – warum? Ohne Willen, ohne Verstand, der Nebenmann wird hängen gelassen. Sobald die Mannschaft jedoch mal kurz Handball spielte, konnte sie wieder verkürzen, jedoch führten immer wieder technische Fehler und planloser Handball zu Fehlwürfen oder leichten Gegentoren. Folglich konnte sich der Gegner mit einfachen Aktionen konsequent und verdient absetzen. Zehn Tore in einer Halbzeit zu werfen, ist in Jugendsprache gesprochen: bodenlos! Das Ganze wird nur noch getoppt durch einen direkt verwandelten Freiwurf Moldenhauers mit dem Halbzeitpfiff, gegen einen kompletten Abwehrblock, welcher die Einstellung zur ersten Halbzeit damit besiegelte.
In der Halbzeit wurden dann taktische Vorgaben besprochen in der Hoffnung, dass nun noch ein Umdenken auf dem Platz vollzogen würde. Pustekuchen. Zweimal wird die taktische Idee des Trainerteams umgesetzt und führt zu Toren. Danach spielt jeder wieder seinen eigenen Stiefel. Unerträglich – das 1gg1 wird mit dem Tippbeginn bei 14m gesucht. Keiner bewegte sich für den anderen, das wahnsinnig gute Teamspiel der letzten Woche ist völlig vergessen und passé. Entsprechend konnte die sehr hoch stehende Abwehr der Gastgeber, die eigentlich eine Einladung für die individuelle Klasse des NHC sein könnte, ihre Aufgabe gut erledigen. Der NHC stoß sich daran immer weiter die Hörner ab. Zu eindimensional, zu steif: Vor allem weil das 1gg1 meist völlig falsch gesetzt wurde, Laufwege erst gar nicht angetreten wurden und unmögliche Aktionen zu aussichtlosen Wurfpositionen führten. Blitzte das eigentlich mögliche Spiel vorne dann einmal kurz auf, wurde im Anschluss wieder körperlos oder zu spät verteidigt. Daher konnte der gegnerische Spielmacher mit einfachen, aber effektiven Aktionen die Abwehr frei Haus vernaschen. Überzieher, Drehung, Tor – immer und immer wieder. Zu viel für den NHC an diesem Spieltag. Das eigentlich Gute dieser Aktionen waren im Grunde die Würfe, flach als Aufsetzer, die immer wieder Torgarant für den MTV waren. Dem NHC fehlte die Leichtigkeit und so musste die Mannschaft dauerhaft lange für ein Tor ackern, da sämtliche Auftakt-/ oder Abschlussentscheidungen, es zu einfach für die Hausherren machten. Folgerichtig lief man nur noch hinterher (17:10, 25:18, 30:22). Mit einer Stafette von Einzelaktionen gewinnt man heute keinen Blumentopf, die Mannschaft muss zukünftig wieder als Kollektiv auftreten und sich bei jeder Aktion füreinander aufreiben. Schmerzlich, aber hochverdient geht das Spiel damit beim Endstand von 36:29 an Geismar.
Besonders bitter: Auch die anderen, bis dahin direkten Konkurrenten, verloren an diesem Spieltag. Ein Sieg hätte also zur Übernahme der Tabellenspitze dienen können. Nun dümpelt man mittendrin herum. Die zuletzt so positive Entwicklung war heute in keinster Weise zu erkennen. Entsprechend müssen im Training die einfachen Grundlagen wieder reaktiviert werden, sodass man im Miteinander erneut ordentlichen Handball zeigt. Eine Niederlage ist daher prinzipiell kein Problem, sich so zu präsentieren muss jedoch von allen Akteuren hinterfragt werden, vor allem weil man dies die letzten zwei Spiele maximal gut ablieferte. Es liegt also sehr viel Arbeit vor uns, die nur gemeinsam mit allen Spielenden im Training bewältigt werden kann. Daher bleibt zu hoffen, dass die vorhandenen Einheiten mit maximaler Personalia bestritten werden, um schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zu wechseln.
In der kommenden Woche geht es am Samstag, den 22.11.25 zu Hause direkt weiter, dann gegen die Gäste des MTV Braunschweig II. Hier muss eine Reaktion her, sonst verfällt man unnötig zum Mittelmaß. Anpfiff ist um 16:30Uhr in der Schuhwallhalle.
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Fabian Triller (Tor), Kjell-Lasse Wode (10), Mikkel Friedrichs (5), Narin Ledermann (5), Jannik Benic (3), Florin Henkel (3), Till Richter (1), Linus Wode (1), Paul Bode (1), Till Gunkel, Jan Hennecke.
Die weibliche B-Jugend des Northeimer HC musste sich am Sonntag deutlich mit 21:30 bei der SG Zweidorf/Bortfeld geschlagen geben. Von Beginn an wurde sichtbar, dass die Gastgeberinnen an diesem Tag mit deutlich mehr Tempo, Entschlossenheit und Zug zum Tor agierten. Der NHC tat sich dagegen schwer, ins Spiel zu finden – nahezu keine Spielerin konnte ihre eigentliche Leistungsfähigkeit abrufen.
Nach dem frühen 1:1-Ausgleich durch Nina Lazic entwickelte sich ein Spiel, das vor allem von technischen Fehlern und Unsicherheiten auf Northeimer Seite geprägt war. Zweidorf/Bortfeld nutzte diese Schwächen konsequent und setzte sich über 6:3 und 9:6 sukzessive ab. Zwar gelang es Klara Schwede sowie Anna Mathilda von Roden, mit Einzelaktionen Druck aufzubauen, doch der Rückstand wuchs bis zum Pausenpfiff auf 16:11 an.
Auch im zweiten Abschnitt zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild: Die Gastgeberinnen spielten weiter mit hohem Tempo und suchten zielstrebig den Weg zum Tor. Northeim dagegen fand kaum Mittel, um die Angriffe zu stoppen oder selbst klare Torchancen zu kreieren.
Ein kleiner positiver Moment folgte dann zu Beginn der zweiten Hälfte: Der NHC verteidigte für einige Minuten deutlich aggressiver, störte früher und erzwang mehrere Ballgewinne. Diese kurze Phase zeigte, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Doch es blieb bei einem kurzen Aufbäumen – die Gastgeberinnen fingen sich schnell wieder und stellten den alten Abstand her. Mehr war an diesem Tag schlicht nicht drin.
Trotzdem blieb der NHC bemüht, im Angriff Lösungen zu finden. Charlotte Helmold übernahm viel Verantwortung aus dem Rückraum und erzielte sechs Treffer. Auch Schwede und von Roden trugen ihre vier Tore jeweils mit starken Einzelaktionen bei. Dennoch konnte der Rückstand nie verkürzt werden, da Zweidorf/Bortfeld konsequenter spielte und die Fehler des NHC an diesem Tag zu zahlreich waren.
Das Endergebnis von 30:21 fiel zwar deutlich aus, spiegelt aber den Spielverlauf wider. Für die kommende Trainingswoche lautet die Aufgabe nun: Grundlagen festigen, Selbstvertrauen aufbauen und wieder zu der Energie zurückfinden, die das Team normalerweise auszeichnet.
Spielerinnen des NHC:
Lia Steinhoff (TW), Elsa Seeger (1), Hannah Marlen Hegner, Tjorven Gorny, Nina Lazic (1), Klara Schwede (4), Anna Mathilda von Roden (4), Luisa Hille (1), Clara Talg, Lana Ziegner (1), Tabea-Marie Busse, Charlotte Helmold (6), Hedi Seeger (3)
HSG Liebenburg / Salzgitter – NHC mB130:38 (15:14)
Letztenendes erfolgreich kehrte das Schwarze Rudel aus Salzgitter zurück. Bei den Li/Sa Luchsen gelang mit einem letztlich klaren 38:30 der zweite doppelte Punktgewinn in Folge, so dass der NHC in der Oberliga etwas nach oben klettert. Weiterhin ohne den verletzten Jan Jäger aber mit Luca Müller, Gavin Heinze und Mats Vierkötter aus dem Rotationskader setzten die Jungs um Top-Scorer Max Hartdegen (18/4) zunächst das um, was Wode/Kaulfuß nach dem Erfolg gegen Braunschweig gefordert hatten: Einfaches, gradliniges Spiel und Abwehrbereitschaft gegen den Chef-Luchs Troels Mönnich-Mathes (12/1). Lohn war das 6:1 (5.). Dieser Vorsprung schmolz dann aber kontinuierlich, weil hinten die Laufbereitschaft und Aufmerksamkeit abbaute und die Northeimer sich ein ums andere Mal überlaufen ließen. Vorn wurden leider sehr viele aussichtsreiche Chancen liegengelassen und die Passpräzision ließ auch nach. Logische Konsequenz war der 14:15-Pausenrückstand. Die Pausenansprache war dann wie vor Wochenfrist eher robusterer Natur – und siehe da – wieder besannen sich die Northeimer Jungs: Durch aktives und waches Abwehrspiel gelangen gleich mehrere Ballgewinne, die das Schwarze Rudel in eine 19:16-Führung ummünzen konnte. Die Gastgeber berappelten sich und konnten beim 26:26 (40.’) nochmals ausgleichen, dann aber nahm die Natur ihren Lauf und die Wölfe machten den Luchsen den Gar aus. Das 38:30 spiegelt die Phasen des Spiel wider, in dem das Rudel schnörkellos und aggressiv agierte. Die Partie zeigt aber auch, dass es diese Saison keine einfachen Spiele geben wird, die man mal ebenso im Vorbeigehen mitnimmt. Diese Erkenntnis muss sich setzen, damit die Serie ausgebaut werden kann.
Für den NHC spielten:
Ole Pajung und Florian Holler im Tor; Leon Leupold (1), Max Hartdegen (18/4), Elias Franz (1), Oliver Kaulfuß (1), Jonathan Binnewies (1), Lasse Splittgerber (6), Arved Baumbach (4), Luca Müller (1), Gavin Heinze (1), Paul Bode (4), Mats Vierkötter
Nach der knappen Niederlage im letzten Spiel haben unsere Spielerinnen im Training ihre Hausaufgaben gemacht und konzentriert mit Einsatz Spielabläufe und Abwehrverhalten geübt. Jetzt sollte endlich der Knoten platzen und die ersten Punkte auf das Guthabenkonto wandern. Zeit wird es. Gegen den Tabellennachbarn rechnete man sich im Vorfeld schon etwas aus. Motiviert zur Prime Time am Sonntag wollte man die Schuhwallhölle zur Festung machen.
Die ersten Spielminuten zeigten, worauf es ankommen werden sollte: Die Abwehr muss stehen und im Angriff Tempo, Zug zum Tor und Durchsetzungswille. Bis zur 8 Minute konnten unsere Gegnerinnen ein 2:3 erspielen. Doch dann griffen endlich unsere Abläufe. Bereits in der 12 Minute zwangen wir nach einem 5:0 Torlauf den Gegner zur ersten Auszeit. Die Abwehr stand zusammen und nach vorne rollte Angriff um Angriff. Nur durch drei Siebenmeter in Folge konnte der Gegner dran bleiben und zur Halbzeit den Abstand auf uns bei 4 Toren halten. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir es schon erlauben durch zu wechseln. Erfreulich, dass die Wechsel keinen Bruch in unserem Spiel hervorbrachten.
In der Halbzeit konnten das Trainerteam Laabs / Kulze entspannt Kleinigkeiten ansprechen, die es zu verbessern galt. Und die Spielerinnen haben zugehört und kamen voller Elan aus der Kabine. Bis zur 35. Spielminute legten wir einen 7:0 Lauf auf das Parket. Und der Fuß blieb auf dem Gaspedal. Schnell und zielstrebig wurde nach vorne gespielt. Hinten hielt Emily den Kasten sauber und erwies sich als sicherer Rückhalt. Es konnte munter durchgewechselt werden, so dass sich am Ende insgesamt 10 Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Der Sieg war am Ende deutlich, was auch dem Gegner geschuldet war, der mit dünnem Kader und dem Fehlen einer wichtigen Spielerin gebeutelt war und am Ende kräftemäßig Tribut zollen musste. Die zwei Punkte waren verdient und jetzt haben wir zwei Wochen Zeit und auf den nächsten Gegner vorzubereiten, wo wir die nächsten Punkte einsacken wollen.
Für den NHC spielten: Emily Tumanov (Tor), Charlene Jansen, Marieke Schütze (3), Thalea Laabs (6), Leni Garbe (2), Dilara Demir (4), Emma Schwantes (4), Mia Schwantes (1), Roxani Papadopoulos (1), Lotta-Celine Tute, Amilia Paluch, Mia Eppers (1), Lotta Raub (4), Amelie Turloff (6) Hedi Klein.