Jan. 28, 2026
Die männliche A-Jugend des NHC hatte an diesem Spieltag den bis dahin aktuellen Tabellenführer aus Hameln zu Gast. Ein schwerer Brocken, um dessen Schlagkraft sich die Mannschaft bewusst war. Vor allem hatte die Mannschaft noch die Niederlage aus der Vorwoche beim Vorletzten Gifhorn zu verdauen. Während das Hinspiel zu Hause gegen Gifhorn mit 35:15 gewonnen werden konnte, war die Kollektivschwäche der vergangenen Woche Dauerthema in den Trainingseinheiten: Einstellung, zu wenig Abwehr und mangelnde Konzentration im Abschluss. Ein böses Vorzeichen für diese Woche…?!
Keineswegs, denn die Mannschaft begann gegen gute Gäste mit einer 2:0 Führung und setzte direkt zu Beginn ein Ausrufezeichen, dass die Leistung aus der zurückliegenden Woche vergessen war. Endlich wurden Wünsche der Bank direkt umgesetzt und sinnvolle Auftakthandlungen gespielt, auch wenn dann die finale Entscheidung zu diesem Zeitpunkt noch nicht immer hundertprozentig passte. Dies war jedoch kein Problem, da der Gameplan endlich umgesetzt wurde. Nach zehn Spielminuten folgte eine doppelte Unterzahl für den NHC, doch die Mannschaft konnte mit Willen und Leidenschaft diese Phase überbrücken und es zeigte sich zwanzig Minuten eine sehr ausgeglichene, schön anzusehende und spannende Partie (5:5, 9:9, 11:11). Es folgte eine kurze Schwächephase, in der Hameln das Ruder übernehmen wollte und sich einen Vorsprung von zwei Toren erarbeitete. Fünfeinhalb Minuten vor dem Pausenpfiff musste dann eine Auszeit her. Taktische Vorgaben wurden nachjustiert, jedoch verpufften diese nicht einfach, sondern wurden von allen Akteuren wunderbar zurück auf die Platte gebracht. So konnte der Rückstand von 15:17 in ein 20:17 umgemünzt werden. Spätestens jetzt merkten alle, dass die Punkte doch am besten in Northeim bleiben sollten. Lediglich die rote Karte des Captains drei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, trübte die positive Stimmung etwas. Was sollte folgen? Einbruch oder Siegerstraße?!
Zurück aus der Pause zeigte sich für die Zuschauenden weiterhin ein klasse Handballspiel beider Mannschaften, dass dem Titel „Topspiel“ an diesem Tag gerecht wurde. Der NHC steckte zu keiner Zeit auf und war auch in der Defensive wandelbar und wuchs von Minute zu Minute. Endlich wurde sehr, sehr klug geackert und Kämpfe robust angenommen. Zusätzlich und das ist an dieser Stelle noch viel wichtiger, wurde sich endlich effektiv ausgeholfen. Die Abwehr wurde endlich wieder zum Prunkstück der Mannschaft. Hameln hatte sichtlich Probleme mit dieser offensiveren Variante, vor allem aber auch weil die Hausherren einfach mit Spielintelligenz brillierten. So konnte der Gegner, über die meiste Zeit der zweiten Hälfte auf einer Distanz von drei Toren gehalten werden (22:19, 28:25, 30:27). Knapp zwei Minuten vor dem Ende, beim Stand von 33:29, sollte der Sack eigentlich schon zu sein, jedoch erschweren wir uns die klasse Leistung hier noch einmal unnötig und treffen mehrfach Entscheidungen, die zu Ballverlusten führen. Während wir vorher gierig auf die Übernahme von eigener Verantwortung sowie Treffern waren, verloren wir auf der Zielgeraden diese Stringenz für eine kurze Dauer. Daher konnte Hameln noch einmal drei Treffer erzielen, jedoch bringen wir das Spiel mit 33:32 nach Hause und bleiben in Northeim weiter ungeschlagen.
Wenn diese Wundertüte von klasse Handballern nun nicht alles wieder vergisst, weiterhin gemeinsam(!) Einheit um Einheit schwitzt und diese unbändige Leistung auch auswärts auf die Platte bringt, so bleibt das Rennen um die Plätze ganz oben weiter spannend – Ausrutscher und Ausreden gibt es jedoch nicht mehr. Endspiel eins konnte damit erfolgreich bestritten werden. Weiter geht es für den NHC am 07.02.26 um 16Uhr auswärts beim Hannoverschen SC. Das Hinspiel konnte der NHC zu Hause mit 44:29 für sich entscheiden. Es gilt diese Leistung aber ab nun auch außerhalb Northeims zu etablieren. Zuletzt bleibt festzuhalten, dass heute alle Akteure Spielzeiten sammeln konnten und unabhängig von der Torschützenliste allesamt in ihrem Aufgabenbereich sehr überzeugend agierten. Zudem reihten sich erneut die B-Jugendlichen nahtlos ein und glänzten in ihren Spezialgebieten und Jokerrollen. Die leidenschaftliche Abwehr und das gezeigte Miteinander dieses Teamsports, waren heute die Grundlage für einen klasse Sieg. Gerne mehr davon…!
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Jannik Benic (8), Kjell-Lasse Wode (8), Till Richter (5), Narin Ledermann (3), Mikkel Friedrichs (3), Linus Wode (2), Till Gunkel (2), Florin Henkel (2), Luca Müller, Paul Bode.
Dez. 17, 2025
14.12.2025: Northeimer HC – TV Jahn Duderstadt (mjA): 38:24 (21:11)
Pflichtsieg zum Jahresende – NHC überwintert auf Platz Zwei.
Im letzten Pflichtspiel des Jahres 2025 hatte der NHC die Nachbarn des TV Jahn Duderstadt vor der Brust. Auch wenn diese aktuell die rote Laterne mit sich führen, war man sich der potenziellen Gefahren des Gegners dennoch bewusst und wollte vor allem das eigene Können, unabhängig vom Gegner, erneut unter Beweis stellen. Trumpft der NHC also wie teils zuletzt überragend auf oder sollte die Mannschaft es wieder unnötig spannender machen als eigentlich notwendig…?!
Mit Beginn des Spiels übernimmt der NHC zu Hause direkt die Verantwortung und netzt doppelt, sodass die Mannschaft nach zwei Spielminuten mit 2:0 in Führung gehen kann. Dennoch schleichen sich im Nachgang zu viele Nachlässigkeiten ein, sodass Duderstadt immer wieder mit einfachen Treffern aus der Distanz gleichziehen kann (3:1, 4:4). Während wir vorne meist mit einfachen, aber effektiven Aktionen zu Torerfolgen kommen, haben wir hinten in dieser Phase noch immense Probleme „den Laden“ sinnig zu ordnen. Vor allem bei einfachen Spielaktionen des Gegners schmeißen wir unsere Zuordnung über den Haufen, reden viel zu wenig miteinander und öffnen damit Tür und Tor für die Gegentreffer des TV Jahn. In der Folge bekommen wir dann aber stetig mehr Spielzugriff und können von Minute 18. bis 26. gut verteidigen, keinen Gegentreffer in dieser Zeit kassieren und vier eigene Tore werfen (9:6, 12:9, 18:10). Bis zum Pausenpfiff konnte sich die Mannschaft in Folge dann sogar einen Vorsprung von zehn Toren erarbeiten, beim Stand von 21:11.
Zurück aus der Pause zeigte sich ein ähnliches Bild. Erneut konnten wir vier eigene Treffer er erzielen, bevor sich der Zähler des Gegners auf der Uhr weiterdrehte. Selbst das Unterzahlspiel sorgte in dieser Phase für keinen Leistungseinbruch, gegenteilig wurde hinten endlich mehr geschoben und vorne zwang man sich weiterhin effektiv in die Lücken (26:12, 29:15). Es ist jedoch auch mit Blick auf die schwereren Spiele nach der Winterpause anzumerken, dass wir im neuen Jahr unbedingt wieder mehr in der Abwehr miteinander sprechen müssen. Hier war es oft zu still und der Gegner konnte die mangelnde Absprache nutzen, um vor allem den Mittelblock zu einfach auseinander zu ziehen. Zudem lassen wir im Verlauf einige sehr deutliche Chancen, die einfach rein müssen, liegen. Beim entsprechenden Spielstand ist dies kein Problem, die gute Vorarbeit, welche zu diesen Möglichkeiten führte, hätte jedoch noch deutlicher auf der Anzeige belohnt werden können. Insgesamt dennoch souverän baut die Mannschaft den Vorsprung weiter aus und kann sich fünf Minuten vor Schluss sogar noch eine Führung von fünfzehn Toren erarbeiten (35:20). Zuletzt können an diesem Spieltag alle Akteure entsprechende Einsatzminuten sammeln und zeigen sich entsprechend motiviert in der Umsetzung, auch wenn die Spieler selbst an manchen Stellen etwas lockerer und unkritischer mit der eigenen Leistung umgehen sollten, sodass der Zugzwang den Spielspaß schon frühzeitiger ablöst. Denn wenn wir frei aufspielen, sind wir noch gefährlicher. Prinzipiell ist aber auch das positiv zu bewerten, da die Mannschaft mittlerweile einen hohen Anspruch an sich selbst hat. Schließlich gewinnen wir das Spiel mit 38:24 und klettern in der Tabelle nach oben.
Mit dem Heimsieg gegen Duderstadt überwintern wir damit auf dem zweiten Tabellenplatz und liefern nach der Hinrunde die stabilste Abwehr der Liga und erhalten die wenigsten Gegentore (6/1/2; TD: +72). Diese Entwicklung ist insgesamt sehr erfreulich, dennoch müssen wir weiterhin an wesentlichen Stellschrauben arbeiten, damit wir uns das Leben auf der Platte selbst nicht unnötig schwerer machen sowie unsere Idee des Tempohandballs umsetzen können.
Im neuen Jahr beginnt die Rückrunde für den NHC mit einem Heimspiel. Am 10.01.26 empfangen wir um 20Uhr die Gäste der JSG Söhre-Himmelsthür (Zweiter gegen Vierter). Im Hinspiel konnte auswärts ein 27:34 Erfolg verbucht werden. Das wollen wir nach Möglichkeit zu Hause wiederholen – das funktioniert aber nur mit eurer Unterstützung. Wir freuen uns daher über Zuschauer!
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Paul Meyer (Tor), Fabian Triller (Tor), Kjell-Lasse Wode (9), Narin Ledermann (7), Jannik Benic (6), Mikkel Friedrichs (4), Till Gunkel (4), Till Richter (3), Paul Bode (2), Luca Müller (1), Florin Henkel (1), Jan Hennecke (1), Gavin Heinze, Linus Wode.
Dez. 10, 2025
06.12.2025: TuS Vinnhorst II – Northeimer HC (mjA): 33:41 (18:20)
Feuerwerk in Schlussviertelstunde.
Nachdem man im letzten Heimspiel gegen Braunschweig II eine sehr gute Leistung auf die Platte bringen konnte, galt es dies nun auswärts in Hannover beim TuS Vinnhorst zu wiederholen. Doch konnte die Mannschaft die lobenswerte Vorstellung von vor zwei Wochen noch einmal vollbringen…?
Das Spiel begann mit dem Momentum für Vinnhorst, die in heimischer Halle direkt nach einer halben Minute mit 1:0 in Führung gingen. Northeim arbeitete lange für den Gegentreffer zum Ausgleich und kassierte kaum zehn Sekunden später bereits das nächste Gegentor. Und Vinnhorst legte erneut nach, während wir durch unsinnige Spielerkommentare zum Schiedsrichter, folgerichtig mit Gelb belegt wurden und den Ballbesitz verloren. Dies zeigte die Anfangsphase, in der wir zwar auf dem Spielfeld, jedoch nicht bei der eigentlichen Sache waren. Es folgten technische Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten, sodass das Spiel zunächst sehr ausgeglichen verlief (4:4, 8:8). Während der Angriff in weiten Teilen immer dann erfolgreich war, sofern auch nur etwas Überzeugung hinter der Aktion steckte, hatten wir vor allem in dieser Phase noch arge Probleme in der Abwehr. Der Gegner kam immer wieder durch schöne, aber dennoch viel zu einfache Aktionen zu Torerfolgen. Vorne bewegten wir uns zu wenig füreinander und hielten uns meist mit Einzelaktionen, wenn auch effektiv, über Wasser (11:11, 13:15, 16:16, 17:19). Immer wenn wir uns kurz absetzten, weil wir situativ aufglänzten, verblassten wir im Gegenzug unnötigerweise wieder. Entsprechend verlief das Spiel weiterhin sehr spannend, auch wenn man sich hier bereits hätte früher absetzen können. Zur Halbzeit trennten sich die Mannschaften mit einem Minivorsprung für den NHC, beim Spielstand von 18:20.
In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Anstatt frühzeitig eine Entscheidung zu erzwingen, hielten wir immer wieder selbst den Gegner im Spiel (19:21, 22:22). Außer Frage steht, dass Vinnhorst II seine Sache gut machte, jedoch ließen wir immer wieder zu viele Kreisanspiele zu, spekulierten chaotisch ins Leere, fingen zu einfache Treffer aus der Distanz oder ließen den Nebenmann das 1gg1 verlieren und sahen tatenlos dabei zu. Das Spiel war in der Schlussviertelstunde also völlig offen.
Doch der NHC wäre ja nicht derselbige, wenn dann nicht doch noch endlich einmal das eigentliche Können zu Tage käme. Die Auszeit der Heimmannschaft mit Folgetreffer zum 29:30, hätte das Spiel ggf. noch kippen lassen können. Doch auch der NHC-Bank wurde endlich Gehör geschenkt und die Taktikwünsche des Trainers sollten zumindest in den letzten zwölf Spielminuten Beachtung finden. Denn zum ersten Mal wurde Abwehr gespielt, die Mitte war dicht, die Halben hatten ihre Leute gut im Griff und die ganze Truppe bewegte sich hinten füreinander. Entsprechend kamen die roten Außen zu schwierigen Wurfsituationen, die immer wieder von den NHC-Schlussleuten entschärft werden konnten: Und dann gings ab ins Tempospiel. Aus dem 29:30 drehte der NHC in gut sechs Minuten die Partie zum Spielstand von 30:36. Immer wieder eine gute Abwehr, schwerer Wurf für Vinnhorst, Parade, Tempo über links, Tore. Geht doch! Das führte unweigerlich zum Frust beim Gegner, der 90 Sekunden vor Schluss das Tempospiel nur stoppen konnte, in dem er den freien Spieler im Gegenstoß aus der Luft pflückte. Am Ende konnte die Mannschaft das Spiel doch noch überzeugend beenden und gewinnt ein in weiten Teilen spannendes Spiel mit 33:41.
Multipliziert man die zwei Punkte mit der Anzahl der Tore, entspricht dies der neuen grauen Haare der Bank. Wir arbeiten die kommenden Einheiten also weiter daran, die klasse Schlussphase in Zukunft einfach wieder früher zu zeigen! Denn dass es ja definitiv überzeugend geht und wir einen schönen Handball spielen können, haben wir zumindest gegen Ende eindrucksvoll bewiesen.
Im letzten Spiel des Kalenderjahres 2025 geht es am 14.12.2025 um 15Uhr zu Hause gegen den TV Jahn Duderstadt ans Werk. Hier will sich die Mannschaft mit einem entsprechend positiven Spiel aus der Hinrunde verabschieden und zwei Punkte einfahren.
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Paul Meyer (Tor), Fabian Triller (Tor), Kjell-Lasse Wode (12), Narin Ledermann (9), Jannik Benic (8), Mikkel Friedrichs (5), Till Richter (4), Florin Henkel (2), Jan Hennecke (1), Gavin Heinze, Linus Wode, Paul Bode, Luca Müller.
Nov. 26, 2025
Nachdem die männliche A-Jugend in der letzten Woche auswärts nicht ihr eigentliches Können abrufen konnte, sollte in dieser Woche zu Hause gegen Braunschweig II die entsprechende Antwort her. Dafür wurden in den Einheiten die wesentlichen Knackpunkte erneut aufgegriffen, vor allem die Bewegung mit und ohne Ball musste noch einmal thematisiert werden. Während im ersten Angriff der Ball auf den Füßen des Mitspielers landete und das 0:1 gefangen wurde, sollte dies gleichzeitig eine der absoluten Ausnahmen im Hinblick auf die technischen Fehler der Mannschaft an diesem Spieltag sein. Mit dem Ausgleich zum 1:1 nach zwei Spielminuten begann der NHC mit seinem Spiel der Extraklasse und zeigte erstmalig in der Saison äußerst effektiven und durchweg schön anzusehenden Handball, über die kompletten 60 Spielminuten! Während die Abwehr hochgradig sinnig agierte, sich viel bewegte und fair zupackte, kannte der Angriff nichts anderes außer Torhunger. Das beeindruckende Zusammenspiel einer sehr mobilen Defensive, welche den Gegner immer wieder zu schwierigen Abschlüssen zwang, mündete in Paraden der Schlussleute und in ein effizientes sowie gnadenloses Tempospiel. Während an diesem Spieltag alle Akteure ohne Abstriche ein großes Lob verdienen, bekommt Kjell zusätzlich noch ein Fleißsternchen in sein Arbeitsheft. Mit 16 Treffern konnte er sich auf dem Spielbogen eintragen. Aber auch hier: Nur gemeinsam, kann sich ein Einzelner mit einer solchen Leistung zeigen (9:2, 16:6). Kurze Phasen, in denen sich der Gegner erneut aufbäumte und den guten Halben in Szene setzte, beantwortete der NHC immer wieder mit eigenem Spielwitz. Die Mitte lenkte als Regisseur die Truppe, die Halben zwangen sich in die Tiefe und vollendeten gezielt oder setzten mit der Zeit unheimlich gut die Außen in Szene. Vor allem erst, nachdem sie selbst ihren Job machten und bereits zwei Gegenspieler gebunden hatten. Und immer wieder ging es ins Tempospiel, Tor um Tor. Entsprechend verdient stand es bereits zur Halbzeit 23:9 für den NHC. Wach bleiben, auf keinen Fall überheblich werden und noch dreißig Minuten genau so weiterarbeiten.
Zurück auf dem Spielfeld konnte heute keineswegs auch nur eine kurze Schwächephase festgestellt werden. Die Einstellung war überragend. Das beeinflusste das Spiel weiterhin entsprechend positiv und auf der Uhr resultierten daraus weitere Tore für die Heimmannschaft. Taktische Vorgaben wurden ebenso lobenswert umgesetzt, um jeden Ball gefightet. Das ging an diesem Spieltag eine Nummer zu schnell für die Gäste aus Braunschweig, die ihr eigentliches Können heute kaum entfalten konnten. Selbst wenn der NHC mal eine Chance vergab, waren alle bereits wieder heiß den Ball in der Abwehr zurückzuholen, um danach wieder aufs Gaspedal nach vorne zu treten (30:15, 40:18). Die Spielfreude war der Mannschaft entsprechend anzusehen und wirkte sich, angepeitscht durch unseren „Mannschaftshallensprecher“ M. M., auch auf die Zuschauenden aus. Äußerst souverän und mit der bis dahin besten Leistung der Saison, gewinnt die Mannschaft daher an diesem Spieltag mit 47:24.
Zu wünschen bleibt, dass die Mannschaft nun dauerhaft von ihren eigenen Möglichkeiten in Kenntnis bleibt und diese nun in jedem der weiteren Spiele an den Tag legt, egal ob zu Hause oder auswärts. Mit Einstellung, Tempo und dieser Mannschaftsgeschlossenheit. Dann haben es auch andere Mannschaften schwer, gegen dieses Leistungspotenzial zu punkten. Also Jungs, in Zukunft euer Können nicht temporär vergessen und immer so spielen…!
Nach einer einwöchigen Spielpause geht es am 06.12.25 auswärts beim TuS Vinnhorst II ran. Auch das wird ein schweres Spiel. Wiederholt man aber diesen Handball des hier beschriebenen Spieltags, lassen sich erneute zwei Punkte mit nach Northeim bringen. Über Auswärtsunterstützung freut sich die Mannschaft besonders.
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Paul Meyer (Tor), Fabian Triller (Tor), Kjell-Lasse Wode (16), Narin Ledermann (8), Jannik Benic (6), Florin Henkel (5), Jan Hennecke (4), Till Gunkel (3), Gavin Heinze (2), Mikkel Friedrichs (1), Linus Wode (1), Paul Bode (1), Luca Müller.
Nov. 19, 2025
MTV Geismar – Northeimer HC (mjA): 36:29 (17:10)
Am Sonntag, den 16.11.25 war der Northeimer HC auswärts beim MTV Geismar gefragt. Nachdem man zuletzt dem Tabellenführer einen Punkt abgenommen hatte und sich davor auch gegen Hannover sehr gut präsentierte, sollte der positive Lauf fortgesetzt werden. Doch die Northeimer Wundertüte schlug an diesem Spieltag erneut zu…
Während beide Trainer bereits bei der Besprechung auf die Relevanz des Spiels verwiesen, war bereits in der Kabine nicht ganz klar, ob diese Worte überhaupt ankamen. Konzentration oder Müdigkeit – das lässt sich beim Blick in manche Gesichter kaum auseinanderhalten. Getreu des Mottos: Ich höre dich, aber ich versteh dich nicht, begann das Spiel verschlafen, nur der MTV war wach und hatte Bock auf Handball. Entsprechend gingen sie bereits nach kürzester Zeit mit 4:1 in Führung. Taktische Vorgaben gegen Maximilian Moldenhauer, den erfolgreichsten Schützen Geismars, wurden gegen ihn zu Beginn noch umgesetzt. Dafür spielte man jedoch hinten keine Abwehr. Leider wurde unterirdisch verteidigt. Nach 15 Spielminuten hatte sich Northeim bereits 4(!) Zeitstrafen eingefangen. Es ist das dritte Spiel, in dem wir die erste Viertelstunde neben uns stehen – warum? Ohne Willen, ohne Verstand, der Nebenmann wird hängen gelassen. Sobald die Mannschaft jedoch mal kurz Handball spielte, konnte sie wieder verkürzen, jedoch führten immer wieder technische Fehler und planloser Handball zu Fehlwürfen oder leichten Gegentoren. Folglich konnte sich der Gegner mit einfachen Aktionen konsequent und verdient absetzen. Zehn Tore in einer Halbzeit zu werfen, ist in Jugendsprache gesprochen: bodenlos! Das Ganze wird nur noch getoppt durch einen direkt verwandelten Freiwurf Moldenhauers mit dem Halbzeitpfiff, gegen einen kompletten Abwehrblock, welcher die Einstellung zur ersten Halbzeit damit besiegelte.
In der Halbzeit wurden dann taktische Vorgaben besprochen in der Hoffnung, dass nun noch ein Umdenken auf dem Platz vollzogen würde. Pustekuchen. Zweimal wird die taktische Idee des Trainerteams umgesetzt und führt zu Toren. Danach spielt jeder wieder seinen eigenen Stiefel. Unerträglich – das 1gg1 wird mit dem Tippbeginn bei 14m gesucht. Keiner bewegte sich für den anderen, das wahnsinnig gute Teamspiel der letzten Woche ist völlig vergessen und passé. Entsprechend konnte die sehr hoch stehende Abwehr der Gastgeber, die eigentlich eine Einladung für die individuelle Klasse des NHC sein könnte, ihre Aufgabe gut erledigen. Der NHC stoß sich daran immer weiter die Hörner ab. Zu eindimensional, zu steif: Vor allem weil das 1gg1 meist völlig falsch gesetzt wurde, Laufwege erst gar nicht angetreten wurden und unmögliche Aktionen zu aussichtlosen Wurfpositionen führten. Blitzte das eigentlich mögliche Spiel vorne dann einmal kurz auf, wurde im Anschluss wieder körperlos oder zu spät verteidigt. Daher konnte der gegnerische Spielmacher mit einfachen, aber effektiven Aktionen die Abwehr frei Haus vernaschen. Überzieher, Drehung, Tor – immer und immer wieder. Zu viel für den NHC an diesem Spieltag. Das eigentlich Gute dieser Aktionen waren im Grunde die Würfe, flach als Aufsetzer, die immer wieder Torgarant für den MTV waren. Dem NHC fehlte die Leichtigkeit und so musste die Mannschaft dauerhaft lange für ein Tor ackern, da sämtliche Auftakt-/ oder Abschlussentscheidungen, es zu einfach für die Hausherren machten. Folgerichtig lief man nur noch hinterher (17:10, 25:18, 30:22). Mit einer Stafette von Einzelaktionen gewinnt man heute keinen Blumentopf, die Mannschaft muss zukünftig wieder als Kollektiv auftreten und sich bei jeder Aktion füreinander aufreiben. Schmerzlich, aber hochverdient geht das Spiel damit beim Endstand von 36:29 an Geismar.
Besonders bitter: Auch die anderen, bis dahin direkten Konkurrenten, verloren an diesem Spieltag. Ein Sieg hätte also zur Übernahme der Tabellenspitze dienen können. Nun dümpelt man mittendrin herum. Die zuletzt so positive Entwicklung war heute in keinster Weise zu erkennen. Entsprechend müssen im Training die einfachen Grundlagen wieder reaktiviert werden, sodass man im Miteinander erneut ordentlichen Handball zeigt. Eine Niederlage ist daher prinzipiell kein Problem, sich so zu präsentieren muss jedoch von allen Akteuren hinterfragt werden, vor allem weil man dies die letzten zwei Spiele maximal gut ablieferte. Es liegt also sehr viel Arbeit vor uns, die nur gemeinsam mit allen Spielenden im Training bewältigt werden kann. Daher bleibt zu hoffen, dass die vorhandenen Einheiten mit maximaler Personalia bestritten werden, um schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zu wechseln.
In der kommenden Woche geht es am Samstag, den 22.11.25 zu Hause direkt weiter, dann gegen die Gäste des MTV Braunschweig II. Hier muss eine Reaktion her, sonst verfällt man unnötig zum Mittelmaß. Anpfiff ist um 16:30Uhr in der Schuhwallhalle.
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Fabian Triller (Tor), Kjell-Lasse Wode (10), Mikkel Friedrichs (5), Narin Ledermann (5), Jannik Benic (3), Florin Henkel (3), Till Richter (1), Linus Wode (1), Paul Bode (1), Till Gunkel, Jan Hennecke.
Nov. 12, 2025
Im Topspiel Erster gegen den Zweiten, traten am Wochenende die ungeschlagenen Tabellenführer der SG Börde in der Schuhwallhalle an. Der NHC hatte nach dem überzeugenden Auftritt in der letzten Woche viel vor und wollte die zuletzt guten Leistungen auch in das Spiel gegen Börde übertragen. Während man den Gegner bereits aus der Relegation kannte, war man sich bestens über das Können des Gegners bewusst und hier musste entsprechend mit passender Einstellung gegengehalten werden. Das Spiel begann zunächst ausgeglichen und beide Mannschaften präsentierten ansehnlichen Handball (3:2, 4:5, 9:9 nach 20min). Gegen Ende der ersten Halbzeit konnte sich der NHC dann etwas absetzen, da der Angriff nun griffiger und mit mehr Ideenreichtum agierte und wenn sich in der Abwehr geholfen wurde, konnten dann auch die guten Angriffe des Gegners unterbunden werden. War der Gegner einmal durch, zog Anton, der „ukrainische Riese“ im Tor, ihnen mit etlichen Paraden den Zahn.
Zurück aus der Halbzeit, konnte der Spielstand zunächst weiter gehalten werden (18:13, 21:16, 23:18). Einen wesentlichen Knick erlitt das Spiel dann ab der 48. Minute, in der die Unparteiischen den sowieso kaum vorhandenen Faden noch weiter verloren. An dieser Stelle muss gesagt sein, dass beide(!) Mannschaften mit durchaus fragwürdigen Entscheidungen zu kämpfen hatten, der NHC dann jedoch nicht nachvollziehbar in doppelte Unterzahl gezwungen wurde. Während Kjell mit einem Dreher am Kopf des Torhüters scheitert und dieser zu Boden geht, lassen die Schiedsrichter das Spiel laufen und der NHC netzt ein. Dann wird das Spiel danach einfach pausiert, das Tor nicht gegeben und der Angriffsspieler mit absurden zwei Minuten belegt (nochmals: auch Börde musste einige Entscheidungen hinnehmen, die mit den offiziellen Regeln kaum zu vereinbaren sind). Auch die darauffolgende Abwehraktion von Narin ist keiner Zeitstrafe würdig und Börde verkürzt im Anschluss mit sinnigem Handball immer weiter zum 26:26. Zukünftig dürfen wir uns dennoch von solchen Entscheidungen nicht aus dem eigentlich klasse funktionierenden Konzept bringen lassen, 4gg6 ist jedoch nicht äußerst schwer gegen den ehemaligen Oberligameister zu verteidigen. Kurz vor Schluss können wir uns noch einmal auf 29:27 absetzen, verpassen es aber gegen Ende den Sack zuzumachen und spielen dann nicht mehr mit der Stringenz der ersten 45 Minuten (29:29, 30:29). Mit Abpfiff trennen sich die Mannschaften am Ende leistungsgerecht mit 30:30, auch wenn an diesem Spieltag sogar zwei Punkte drin gewesen wären.
Nun kann man sich darüber ärgern, verkennt dann aber eine sehr überzeugende Entwicklung: Im Relegationsspiel haben (mit 24Toren) noch andere Spieler die Verantwortung übernommen. In der heutigen Konstellation hätten wir im Juni noch das Nachsehen gehabt. Diese notwendige Verantwortung übernimmt die immer besser werdende Mannschaft nun selbst und zwar mit Tempo, Leidenschaft und schön anzusehendem Handball. Von daher kann man mit diesem imposanten Fortschritt der letzten Monate aktuell wirklich zufrieden sein! Gleichzeitig hat die Mannschaft nach Abpfiff direkt die Ambitionen für das Rückspiel geäußert, da sich das tatsächliche Potenzial der Truppe immer weiter entfaltet. Entsprechend heißt es trainieren, gemeinsam weiter wachsen und dann in Zukunft noch abgebrühter solche spannenden Spiele mit zwei Punkten belohnen.
Am 16.11.25 geht es um 17Uhr auswärts beim MTV Geismar ran. Dann ohne Kleber, aber mit mindestens genau so einem Siegeswillen wie in den letzten beiden Partien. Präsentiert man sich wie zuletzt, dann können auswärts Punkte mitgenommen werden. Über entsprechende Auswärtsunterstützung freut sich die Mannschaft.
Für den NHC spielten: Anton Brazhnyk (Tor), Fabian Triller (Tor), Jannik Benic (11), Narin Ledermann (6), Kjell-Lasse Wode (4), Mikkel Friedrichs (4), Linus Wode (2), Florin Henkel (2), Till Gunkel (1), Gavin Heinze, Paul Bode, Jan Hennecke, Luca Müller.