Am kommenden Wochenende findet das letzte Spiel unserer 1. Herren (19 Uhr vs. SGSH Dragons) samt Verabschiedung unserer Abgänge bzw. das letzte Heimspiel unserer 2. Herren (16 Uhr vs. HSG Elm) statt. In den Halbzeitpausen der beiden Spiele finden die Mannschaftsehrungen statt. Zudem gibt es auch eine große Tombola mit attraktven Preisen wie beispielsweise einem Nationalmannschafts- und Füchse Berlin-Trikot, 2 VIP-Karten der MT Melsungen und vielen weiteren statt. Nach dem Spiel unserer 1. Herren laden wir Sie dann alle auf ein Freibier ein. Wir freuen uns auf ihre Unterstützung…
2. Herren vs. Braunschweig – Ein Text von Edwin Penner
Kennt ihr das? Sonntagnachmittag im Zirkus. Da sieht man allerhand an skurrilen Gestalten, die verschiedensten akrobatischen Bewegungen und allerhand an wilden Tieren mit ihren Dompteuren. Ein Spaß für Groß und Klein. Nur das es nicht Sonntagnachmittag war, sondern eben Samstagnachmittag. Und es ging nicht in den Zirkus, sondern nach Braunschweig zum Handball. Manche würden sich sicher fragen wo denn der Unterschied sei. Schließlich saßen oben auf der Tribüne die selben Zuschauertypen, die man im Zirkus auch antreffen würde. Gut gelaunte, die gerne was in Richtung Spielfeld brüllten. Gelangweilte, die da hin mussten, weil man es von ihnen verlangt hatte und eben jene, die sich einfach mal die Show anschauen wollten. Als Mainevent stand die Partie Eintracht Braunschweig gegen unsere Northeimer Jungs an. Löwen gegen ihre Dompteure. Und wir hatten alles dabei, was ein guter Dompteur dabeihaben muss. Spaß, Wille, Peitschen und Fahnen.
Nie konnte sich eine Mannschaft wirklich absetzen. Die erste Halbzeit war an Ausgeglichenheit kaum zu übertreffen. Mal führten wir mit einem Tor, mal die Braunschweiger Gastgeber. Und diese Gastgeber spielten mit jeder Menge Wut im Bauch, verlor man die letzten beiden Spiele gegen Elm unglücklich und gegen Warberg deutlich. So sollte doch heute mit aller Macht wieder was Zählbares heraus springen. Das Hinspiel werden die Jungs sicher nicht vergessen haben. Damals verloren sie knapp mit einem Tor in der Schuhwallhölle. Heute sollte es umgekehrt sein. Jedoch haben wir die Winterpause ja sinnvoll genutzt und sind als Einheit deutlich stärker in die zweite Saisonhälfte gestartet. So konnten wir von den 9 Spielen im Jahr 2019 sieben Spiele als Sieger beenden. Dagegen steht eine Niederlage und ein Unentschieden.
Und dennoch war es klar, dass es kein leichtes Spiel werden sollte. Das Spiel wurde auf Augenhöhe ausgetragen. So hatten wir es unserem Magic Mike im Tor zu verdanken, dass wir mit einem ein-Tore Rückstand zum Pausentee gingen. Hielt er uns mit zahlreichen Paraden (unteranderem 3, in Worten DREI, gehaltenen 7m) im Spiel. Vorne vergaben wir leichtfertig unsere Chancen. Dies sollte in der zweiten Hälfte besser werden. Und es wurde besser. Jedoch gerieten wir direkt nach Wiederanpfiff erstmals mit zwei Toren in Rückstand. Diesen glichen wir mit zwei schnellen Toren umgehend aus und hielten das Spiel so weiterhin offen. So ging es munter hin und her. Mal versuchten die Braunschweiger Löwen sich von uns, den Dompteuren, loszueisen. Jedoch resultierte daraus, dass wir die Leine enger zogen und so erstmals in der 45. Minute selbst mit zwei Toren in Führung gingen. Micha verwandelte seinen zweiten 7m sicher. Jedoch schafften wir es einfach nicht uns weiter abzusetzen und das Spiel frühzeitig zu unseren Gunsten zu lenken. Braunschweig blieb weiter bissig und schnappten immer wieder zu. Immer wieder konnten wir die Löwenattacken abwehren. Sie hatten zwar das Spiel in der 50. Minute gedreht (20:19), konnten uns aber nicht auf den Boden werfen. So blieben wir weiterhin standhaft und gingen nun selbst wieder mit 2 Toren in Führung (20:22). Team-Timeout der Braunschweiger läutete dann das große Finale ein. Es waren noch viereinhalb Minuten zu spielen. Und diese sollten uns alle ins Schwitzen bringen. Konnten wir bis zur 59. Minute auf jeden Treffer der Braunschweiger mit einem eigenen Treffer antworten, glich Braunschweig das Spiel 11 Sekunden vor Spielende aus. Prompt flog unsere grüne Karte auf den Pult. 11 Sekunden um einen Punkt mit zunehmen oder gar aufs Ganze zu gehen und zwei Punkte mit an die Rhume zu nehmen. So entschied unser Zirkusdirektor und Trainer Jan, dass der Zauberer im Tor unter tosendem Applaus unseres Mitgereisten Fans Nicolas die letzten Sekunden von der Bank aus beobachten sollte. Dafür kam der siebte Feldspieler auf die Platte. Plan war es, unserem Hulk den Ball zugeben. Er wüsste schon damit anzufangen. Sichtlich verwirrt von dieser taktischen Maßnahme wussten die Braunschweiger Abwehrspieler nun nicht, wie sie drauf reagieren sollten. Wollten sie uns doch in Manndeckung nehmen. Nun hatten wir ein paar Kilogramm mehr auf dem Feld und wussten diese körperliche Überlegenheit einzusetzen. Anwurf Northeim. Sofort bewegten sich die Kühn Zwillinge an den gegnerischen Kreis und banden sofort zwei Abwehrspieler. Zwei Pässe, Sekunden die wie Minuten verstrichen und dann hatte der Timsen, der Hulkster, das Biest von der Rhume, unser Hulk den Ball und warf ihn gefühlvoll in die lange Ecke. Gefühlvoll heißt in diesem Fall, dass der Ball beinahe durch das Tornetz flog. Abpfiff! Mit der letzten Aktion des Spiels entschied unser Timo das Spiel zu unseren Gunsten. Wir gewannen tatsächlich 25:26 bei der Braunschweiger Eintracht. Durch diesen Sieg festigten wir unseren Platz in der oberen Tabellenhälfte und sind nur noch 2 Punkte hinter dem Tabellenzweiten aus Nord Edemissen. Bei noch drei ausstehenden Spielen, allesamt zuhause, könnte ja sogar noch die ein oder andere Sensation kommen.
Wir bedanken uns bei den äußerst fairen Gastgebern aus Braunschweig für dieses spannende Spiel. So gab es im gesamten Spiel nur eine Zeitstrafe und auch kleine Provokationen blieben aus.
Nun genießen wir erstmal die kurze Pause über Ostern. Am Donnerstag nach Ostern steht schon das Derby gegen Rhumetal an. Für die steigt das Wasser langsam immer höher. Die werden mit einem Dolch im Mund über die Rhume schippern und versuchen, uns die ersten zwei Punkte aus dem eigenen Versteck zu entreißen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.
Bis dahin wünscht eure zweite schöne Ostern und ausnahmsweise viele Eier im Korb.
Samstagabend zur Prime Time empfingen wir in der Landesliga unsere Gegner vom VfL Lehre. Es galt eine offene Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen. Damals verloren wir unglücklich 28:25. Doch dieses Mal sollten wir jubeln. Nachdem der letzte Spieltag für beide Teams sehr unterschiedlich ausging, war es schwer vorherzusagen, wer heute der Favorit sein sollte. Schließlich unterlagen wir in Uslar, während Lehre den Tabellenführer aus Warberg eine empfindliche Niederlage beibrachte. So wurden die Fans, die in Northeim blieben und nicht mit der 3. Liga Mannschaft unterwegs waren, von einer Personalentscheidung überrascht. So gab ein weiterer Strupeitsein Comeback auf dem Parkett. Oliver Strupeit stand für viele überraschend auf dem Feld und fügte sich gleich mit zwei Toren und einer starken Abwehrleistung nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein. Von so vielen Strupeits und Kühns auf dem Feld waren die Gegner sicherlich eingeschüchtert. Die ersten zehn Minuten merkte man schnell, wer Herr der Schuhwallhölle ist. Wir gingen mit 4:1 in Führung. Die zitternden Knie der Gegner, angesichts der auf sie zurollenden Familienachsen, war bis auf die Tribünen zu hören. Doch so langsam wurde der Gegner immer stärker. Wir wurden im Angriff zu fahrig und vergaben so die ein oder andere gute Chance. Auch technische Fehler schlichen sich nun ein. So wurde Lehre eingeladen den Ausgleich zu erzielen, was sie dankend annahmen. Über 6:6 zum 7:7 und schlussendlich zum 8:8 ließen wir Lehre am Spiel teilhaben. Dies änderte sich, als Kai Strupeit sich ein Herz fasste, wohl auch mit dem Gedanken, dass sein Bruder ja schon getroffen hatte, und den mit „zu viel Harz“ befleckten Ball in die Maschen drisch. Daraufhin erzielten wir einige Tore in Folge und gingen verdient, aber zu knapp, mit 11:9 in die Pause. Es sollte noch eine aufregende zweite Halbzeit werden. Den Beginn der zweite Halbzeit, wie sollte es anders sein, verschliefen wir mal wieder. So kam Lehre auf ein Tor heran (12:11; 35.). Nachdem die Ansprache von Coach Jan Kühn nun endlich die Spieler erreichte, zogen wir Lehre bis zur 45. Minute davon (20:13). Nun sollte es wieder die Zeit von Lehres Zerstörer werden. Er hatte in der ersten Halbzeit schon einen Auftritt, welcher genau zeigte was für eine Art, nennen wir es mal, Spieler er ist. Austeilen wir ein großer, aber einstecken können wie ein Schmetterling auf einem Blumenfeld lag unser Gegenspieler immer wieder auf dem Boden und beschwerte sich lautstark bei den Schiris. Diese hatten von diesem Laientheater aber genauso die Nase voll wie die Fans auf der Tribüne und sogar seine eigenen Mitspieler. So blieb er bis zur 45. Minute weitgehend auf der Bank und kam nun aufs Feld um nochmal für Verwirrung zu sorgen. Nicht nur das seine Frisur an sich schon für Verwirrung sorgte, war sein unsportliches Verhalten ausschlaggebend dafür, dass es beim Team Time Out zur Rudelbildung kam. Resultat war, dass die in dieser Phase überforderten Schiedsrichter unseren Kreisläufer Kai Kühn des Feldes verwiesen. Das nach so viel Aufregung noch einige Minuten Handball gespielt werden sollte, war dann wieder eine Erleichterung. So konnte Lehre der drohenden Niederlage nichts mehr entgegenstemmen. Schade war es, der für Lehre das letzte Tor des Abends erzielte. Wir nahmen erfolgreich Revanche für die Hinspiel Niederlage, und auch bisschen Genugtuung für die Niederlage in Uslar, und besiegten Lehre mit 26:19 absolut verdient. Zum Abschluss wollten wir eigentlich noch unser aufstrebendes Talent Eddy interviewen, der sich ebenfalls in die Torschützenliste eintrug, aber er stand leider zu keinem Interview bereit. Aus Teaminternen Kreisen erfuhren wir, dass er den verhinderten Mitspieler Schulze anrief und mit breitem Grinsen rief: „PENNER EINS! SCHULZE NUUUULL!“ Nachdem nun also wir siegten, folgte die 3. Liga Mannschaft und gewann auswärts mit einem Tor. Am Sonntag zogen dann noch alle weiteren Senioren Teams des NHC nach. Die ersteDamen gewannen zuhause gegen Plesse, während die Landesliga Ladies (die zweite Damen) beim Rivalen aus dem Rhumetal erfolgreich zwei Punkte entführten. Den Abschluss machten dann die Jahrhundert Truppe der 3. und besiegten Dransfeld. Was für ein geiles Wochenende für den NHC. Siegreich gegen Lehre waren: Althans, Wilfer – K. Strupeit 2, O. Strupeit 2, Penner 1, Palm 2, Osteroth 5, Schmidt 2, Biermann, K.Kühn 2, A. Kühn 2, Bode 8/3, Teßling
Northeim, wir müssen mal miteinander reden. Wir müssen über mein Lieblings Thema reden. Ich möchte gerne mal über den NHC sprechen. Wie geil läuft es denn bitte aktuell für unsere 1. Herren Mannschaft in der 3. Liga? Die Spiele sind jedesmal ein absoluter Schmauß! Mal ist’s bis zum Ende spannend und elektrisierend, mal ist man dem Herzinfarkt nahe. Und dennoch feiern wir am Ende Arm in Arm den nächsten Sieg. Nun schon zum dritten mal in Folge! Die Wünsche und Träume vom nächsten DHB-Pokal in der Region kommen Stück für Stück näher. Bislang war der Sonntagnachmittag fest mit Top-Handball belegt. Kommendes Wochenende ist nun leider spielfrei. Ist wirklich spielfrei? Für die 3. Liga Herren schon, aber nicht für eine Truppe voller Hobbyhandballer, die aktuell die Landesliga Braunschweig durchwirbeln. 8 zu 0 Punkte. 118 zu 97 Tore. Topspiel! Derby! Northeim gegen Spanbeck. Fünfter gegen Zweiter. 2019 folgte ein Kracher auf den Nächsten. Eine Sensation übertraf die vorherige. Und nun kommt es zum Nachbarschaftsduell mit Spanbeck/Billingshausen. Mehr muss man zu diesem Aufeinandertreffen doch nicht mehr sagen, oder? Doch! Anwurf ist am Samstagabend, 02.03., um 20 Uhr in der altehrwürdigen Schuhwallhölle. Was gibt es geileres? Es geht um jene Mannschaft, die in Moringen mit einer absolut professionellen Einstellung den Gastgeber dermaßen in die Schranken wies, dass diese nicht mal etwas zum Spiel sagen wollten. Es geht um jene Mannschaft, die dieses Jahr mit einem der größten Comebacks aller (Landesliga Braunschweig) Zeiten ins neue Jahr startete. Dieses eine Spiel zuhause gegen Nord Edemissen. Als man zur Pause mit 8 (in Worten ACHT) Toren hinten lag, nur um das Spiel am Ende doch noch mit 4 Toren unterschied zu gewinnen. Es geht eben um diese Mannschaft, die ihre Trikots voll und ganz ausfüllen. Und ja, auch mit Stolz es tragen zu dürfen. Es geht aber auch um die Mannschaft, die zuhause bisher KEINEN Punkt abgaben. Das Team von Jan Kühn hat aus der Schuhwallhölle einen Ort gemacht, der in der gesamten Landesliga den Gegnern das fürchten lehrt. So stehen in den meisten Vorberichten, dass die Mannschaft zu langsam sei um mit dem eigenen Spiel mitzukommen. Man wüsste genau wie man uns zu bespielen hat. Man kam mit Fahnen und Trompeten, nur um diese dann verlegen wieder wegzupacken. Denn die Schuhwallhölle schreibt ihre eigenen Gesetze. Und eben diese Gesetze möchte der nächste Gegner zu spüren bekommen. Spanbeck/Billingshausen hat keine weite Anfahrt, bringt aber viel Feuer mit. So verlor man letztes Wochenende unglücklich, nach hartem Kampf, mit einem Tor gegen den Spitzenreiter aus Warberg. Davor setze es eine Niederlage bei der HG ELM. Diese Jungs wollen den Anschluss nach oben nicht verlieren und nehmen sich nun vor das ungeschriebene Gesetz, in Northeim Punkte mitzunehmen, zu brechen. Und das, meine lieben Northeimer und NHC Fans, können und wollen wir nicht zu lassen. Wir hatten uns ja drauf geeinigt, jetzt wo die 3. Liga Herren spielfrei haben, dass wir am Sonntag den Grill anschmeißen und dafür Samstag in die Halle gehen. Denn sind wir mal ehrlich, ein Wochenende ohne Handball kann niemals ein gutes sein. Und damit ihr und wir für das Topspiel um 20 Uhr schon warm seid, kommen wir alle etwas früher in den Handballtempel. Schließlich spielen unsere Landesliga Ladies direkt vor uns. Und wie es die Handballgötter so wollten, ist es ebenso ein Derby. Die zweit Vertretung aus Geismar nimmt es mit unseren Mädels auf.
Was ein Wechselbad der Gefühle am Samstagabend zur besten Handball Uhrzeit! Um 19 Uhr luden wir die Ballakrobaten aus Nord Edemissen zu uns in die heimische Schuhwallhölle zum Rückrundenauftakt ein. Und das neue Handballjahr sollte mit einem Knall beginnen.
Aber zu Beginn müssen wir erstmal was definieren. Schuhwallhölle. Was bedeutet das? Schuhwallhölle ist die Phase zwischen Anpfiff und Abpfiff. Schuhwallhölle bedeutet, dass man gegen Wände rennt. Schuhwallhölle ist eine Oase purer Freude und Ektase. Schuhwallhölle ist ein Zustand zwischen Gut und Böse. Schuhwallhölle ist aus dem Stand über die höchsten Berge zu springen. Schuhwallhölle ist ein Tempel. Unser Tempel!
Das Hinspiel verloren wir absolut verdient mit 28:18. Wir alle wissen ja, dass wir Auswärts immer etwas, um es freundlich zu formulieren, unglücklich agieren. So wollten wir uns für das Auftaktspiel revanchieren und unserem Gegner zeigen, dass wir zumindest zuhause die Punkte behalten werden. Komme was und wer da wolle. Nunja, es kam Nord Edemissen. Und vom ersten Angriff an war zusehen, dass die Lust hatten uns zuhause den Zahn zu ziehen. Die erste Halbzeit hat offen gelegt, dass wir uns schon seit längerem nicht mehr gesehen hatten. Die Abstimmung in der Abwehr war nicht vorhanden und vorne spielten wir unkoordiniert. So kam unser Gegner immer wieder zu leichten Toren. Bis zum 4:4 in der 7. Minute und dem 10:11 durch Jannik sah es noch ganz ordentlich aus. Doch dann trat unser Gegner ins Gaspedal, während wir eine Vollbremsung hinlegten. Schnell wurde daraus ein 13:18 und kurz vor der Pause sogar ein 14:22. Coach JK rief uns alle in die Kabine zu einer Ansprache. Es gab wenig positives zu berichten. So appellierte Jan uns auf unsere Stärken zu besinnen. Denn unser Prunkstück, die Abwehr, war löchriger als jeder Käse. Und dies galt es zu flicken. So sollten wir endlich mal anfangen auch für unseren Nebenmann den einen Schritt mehr zu machen, den wir in der ersten Halbzeit vermissen ließen. Wir versprachen uns, dass wir die zweite Halbzeit gewinnen wollten. Wir versprachen uns, dass wir ein Feuerwerk abbrennen würden. Wir versprachen uns, dass wir mit erhobenen Köpfen die Halle verlassen würden. Selbst wenn unsere weiße Weste zuhause mal einen Fleck abbekommen sollte, mit so einer Leistung wollten wir uns nicht abfertigen lassen. Und so gingen wir mit dem Gedanken an Schadensbegrenzung in die zweite Halbzeit. Und wir setzen das um, was wir uns vorgenommen hatten. Und wie wir es umsetzen!
Die Abwehr mischte Beton an, unser Küken Roman im Tor baute um sich herum ein Magnetfeld auf, der jeden auf ihn zukommenden Ball magisch anzog. So konnten wir schnell zwei Tore erzielen. Waren es nur noch 6 Tore Differenz (16:22). Zwei schnelle Tore der Gegner, die durch ein Tor von Marc und Schmidti unterbrochen wurden, hielt die Differenz zwar aufrecht. Die Abwehr stand weiterhin sattelfest. So gelang unserem Hulk, dem Hulkstar, Mr. Bambam, unserem Timo ein weiteres schnelles Tor. Es ist schon erstaunlich, wie man mit einer kleinen Änderung der Rezeptur, aus einem löchrigen Schweizer Käse eine Betonwand gestärkt mit Stahl herstellen kann. Aus dieser sicheren Abwehr wurden wir selbst im Angriff selbstbewusster und stießen nun konsequenter in die Nahtstellen und provozierten so immer wieder mal Fehler der gegnerischen Abwehr und kamen nun unsererseits zu einfachen Toren. So arbeiteten wir uns auf 23:25 heran. Nur noch 2 Tore! Und immer noch 15 Minuten zu spielen. Man merkte unseren Gegner an, dass die solangsam an unserer Abwehr verzweifelten. Jeder Angriff zerschellte an unserer Abwehr. Und sollte doch mal was durchgehen, so hielt Roman seinen Kasten sauberer als der Papst seine Kutten. Apropos Kutten: unsere weiße Weste zuhause wollten wir nun doch nicht mehr besudeln lassen. Also gaben wir weiter Vollgas. Zu verlieren hatten wir nichts mehr. Unsere Ehre errungen wir wieder. Unseren Teamgeist auch. Und jetzt sollten diese zwei Punkte noch her. Egal wie. So erzielte unsere Palme in der 48. Minute das 26:27. Wir waren wieder dran! Die dunkle Nacht, in die wir uns zur Halbzeit verliefen, verschwand und es brach ein neuer Tag an. Wir wurden, wie von der aufgehenden Sonne wachgeküsst, in die letzten 10 Minuten getragen. So erzielte zwar unser Gegner zwei Tore, doch wir ließen uns nicht mehr abschütteln. Wir hatten uns wie ein Terrier in ihre Waden gebissen. Wir hatten jetzt richtig Bock! Wir waren geil! Wir wollten mit aller Macht! Und so war es Marc, der in der 52. Minute zum 29:29 ausglich. Das Momentum war nun auf unserer Seite. Eine Minute später erhöhte Marc von der Marke höchstpersönlich zum 30:29. Die 25 Fans auf der Tribüne hielt es nicht mehr auf den Plätzen. Sie feuerten und Peitschten uns weiter nach vorne. Jetzt hatten wir ihr Schiff gekentert. Nun galt es, es komplett zu versinken. Tor um Tor erhöhten wir. Nord Edemissen gelang in den letzten Minuten nur noch ein Tor. So hatten wir das Spiel gedreht. Das Tor zum 34:30 erzielte Hulk in der letzten Sekunde aus der eigenen Hälfte. Wie er sagte „ausversehen“. Er überlupfte einen verdutzten Keeper und beendete das Spiel. Daraufhin brachen ALLE Dämme. Die gesamte Bank stürmte auf das Feld. Wir fielen uns in die Arme. Sowas hatten wir noch nie erlebt. Wir drehten einen 8 Tore Rückstand zur Halbzeit in ein 4 Tore Sieg. Sowas hatten wir in den Handball Märchenbücher mal gelesen, aber sowas selbst erleben? Das war einfach unfassbar! Wir gewannen die zweiten Halbzeit 20:8, nachdem wir die erste 14:22 abgegeben hatten. Am Ende standen wir da und schauten ungläubig auf die Anzeigetafel. Wir waren Weltmeister! Naja, nicht ganz, aber genauso fühlten wir uns! Wir haben als Team bewiesen, was für ein Charakter in uns steckt. Wir haben auch in schweren Zeiten zueinander gehalten und uns gegenseitig zu Höchstleistungen gepusht! Wir sind eine Einheit. Wir sind ein Team!
Zum Abschluss möchten wir uns noch bei unseren äußerst fairen Gegner aus Nord Edemissen bedanken. Es ist leider nicht selbstverständlich, dass man ein Spiel dennoch so fair zu ende spielt, obwohl man einen sicher geglaubten Sieg abgegeben hatte. Dafür Hut ab und viel Erfolg weiterhin!
Für den NHC erfolgreich waren: Althans, Wilfer – Penner, Effler 3, Palm 3, Osteroth 4, Schmidt 3, K Kühn 8, A Kühn 1, Bode 12/5, Teßling
Was ein erfolgreicher Abend für den NHC! Es fing ja schon damit an, dass wir zwei Teams (von zwei) durch die Vorrunde in die Finale Gruppenphase bringen konnten. Dass dann aber beide in der Gruppe mindestens den 2. Platz erreichten um so ins Halbfinale einzuziehen, war schon eine kleine Überraschung.
Aber nochmal von Beginn an. Wir traten mit viel Feuer im Herzen und Glühwein im Kopf am finalen Tag an.
NHC II wurde in Gruppe A gelost, Sofafeuer in Gruppe B (die vermeintlich schwerere, da Wild Wedding Rambos von Wilvorst und Sofafeuer als Favoriten in den letzten Tag gingen und schon in der Gruppenphase aufeinander treffen).
Der NHC II rauschte so durch ihre Gruppe und wurde erster, während Sofafeuer ihr Gruppenspiel gegen Wilvorst verlor und dadurch zweiter wurde. Somit hieß das erste Halbfinale NHC II gegen Sofafeuer. Mehr Brisanz konnte das Turnier zu diesem Zeitpunkt nicht aufbringen.
Mannschaftskollegen gegen Mannschaftskollegen. Freunde gegen Freunde. Talent gegen Erfahrung. Jung gegen Alt. Durchschnittsalter unter 25 gegen Durchschnittsalter biblisch. Hammer Outfits gegen Mama hat’s rausgelegt, damit man wie ein attraktiver junger Mann aussehen.
Oder wie wir es gesehen haben: ein Team von uns steht sicher im Finale! Und so wurde jede Kehre gefühlt zu acht gespielt. Man hat sich abgeklatscht. Angefeuert. Unterstützt. Wir standen als EIN Team auf dem Eis. Da es doch einen Sieger geben musste, gewann Team Sofafeuer am Ende das Halbfinale und schickte das Team NHC II frühzeitig zum duschen, ähm, ins Spiel um Platz 3.
als Zielsetzung hieß es nun für Sofafeuer: Gewinnen und die Flagge des NHC hochhalten! Und natürlich sollte NHC II auch noch dritter werden. Zwei Teams auf dem Podest sollte doch machbar sein.
Und so kam es, dass NHC II gegen das Team von der HNA um die Bronze Medaille spielen musste. Man merkte dem NHC an, dass die das Spiel gegen Team jung noch in den Fingern hatten. Ungenaue Würfe. Kein Konzept. Ein wildes Durcheinander. Die ersten zwei Kehren gingen insgesamt 3:0 an die HNA. Nun stand das Team NHC II mit dem Rücken zur Wand. Doch wir wären nicht der NHC, wenn wir nicht mit schwierigen Situationen fertig würden. Schließlich war das hier nichts anderes als ein Auswärtsspiel. So kam das Team NHC fulminant aus dem tief heraus und glich den Punktestand in der dritten Kehre zum 3:3 aus. An Dramatik war dieses Spiel kaum zu überbieten. Die letzte und entscheidende Kehre sollte das Spiel entscheiden. HNA spielte ihren unkonventionellen Spielstil gelassen runter, der NHC verzweifelte mal wieder an sich selbst. Als letzter Schütze kam Schmidti. Auf ihn lastete der ganze Druck. HNA führte zu dem Zeitpunkt 5:3. ein perfekter Wurf. Bisschen Fortüne. Aus den Zuschauer Rängen hörte man leise Gebete. Und dann blieb die Zeit stehen. Niemand atmete mehr. Schmidti holte aus. Das Spielgerät schlitterte über den Boden. Kickte einen gegnerischen Stein weg und blieb perfekt an der Daube liegen. Und wie ein Gewitter löste sich die Anspannung und großer Jubel brach aus! NHC ist Dritter! Sofafeuer stürmte zu den Teamkollegen und feierte ausgelassen.
Doch durften wir eins nicht vergessen. Es stand noch das Finale an. Das Finale um den Titel des ERSTEN STADTMEISTER IM EISSTOCKSCHIESSEN in Northeim. Und diesen Titel wollte das Team Sofafeuer mit allen Mitteln erreichen. Doch der Gegner war niemand geringeres als die Wild Wedding Rambos von Wilvorst. Sieger im ersten Duell in der Gruppenphase. Und siegesbewusst und selbstsicher kam Wilvorst (übrigens tolle Outfits!) aufs Eis. „Gegen die haben wir ja schon gewonnen“. Jetzt hieß es Ruhe bewahren. Bloß nicht provozieren lassen. Lieber ein Hammer Spiel abliefern und Wilvorst von vornherein unter Druck setzen. Und so spielte das junge Team Sofafeuer, mit den Fans im Rücken, befreit auf und legte nach 2 kehren eine 3:0 Führung hin. Jetzt muss Wilvorst erstmal kontern. Die dritte Kehre gewannen sie tatsächlich mit 1:0. So mussten die Sinne nochmal für die letzte Kehre des Turniers geschärft werden. Es ging Schlag auf Schlag. Sofafeuer legte ab, Wilvorst konterte und legte selber ab. So ging es hin und her. Wilvorst hatte den letzten Stein. Ähnlich wie bei Schmidti blieb die Zeit stehen. Niemand rührte sich. Jeder schaute zu, wie der letzte Stein flog, die Daube knapp verpasste…UND RAUS FLOG! Sofafeuer sind CHAMPIONS! Dass die letzte Kehre knapp verloren ging war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wichtig. Wir feierten auf der Fläche. WIR SIND DIE CHAMPIONS! Wir feierten ausgelassen. Dann wurden die obligatorischen Fotos gemacht. Und dann kam der Moment auf den wir hingearbeitet hatten. Die Pokal Übergabe an das Team Sofafeuer. Der Jubel war riesig. Natürlich sind wir nächstes Jahr wieder dabei! Schließlich wollen wir unseren Titel verteidigen.
Ein Riesen dank an das Stadtmarketing, die KSN und Eintracht Northeim an dieses tolle Event! Es hat riesigen Spaß gemacht.
Zum Schluss bleibt uns nur noch zu sagen: Sorry Chef, wir sind Stadtmeister. Als nächstes kommt Olympia.
Bis dahin, eure ✌ Herren!
Erfolgreich waren für NHC II:
Jan „die längste Nase Northeims“ Kühn, Jan „blood as cold as ice“ Schmidt, Yvonne „“ Wode, Teamkapitän Olli „mein Team regelt das schon für mich“ Kirch
Erfolgreich waren für Sofafeuer:
Jannik „magic Jay“ Osterroth, Alexander „ich sollte lieber Getränkewart sein“ Schulze, Roman „keeper mit den Zauberhänden“ Althans, Marcel „the precision Optician“ Hertmann, Patrick „der Namensgeber“ Kaminski und Teamkapitän Edwin „Zuspätkommer“ Penner