Der NHC trauert um Jan Kühn

Am vergangenen Wochenende verstarb völlig überraschend, viel zu früh und für uns alle überhaupt noch nicht zu verstehen, unser Vereinskamerad Jan Kühn.
Jan gehörte seit August 2017 dem NHC an und war in der vergangenen Saison als Spielertrainer unserer 2.Herren aktiv. Für die kommende Saison war er – in einer Art Doppelfunktion – weiter als Trainer der 2.Herren, aber auch für die neu gebildete männliche A-Jugend, vorgesehen. Besonders die Zusatzaufgabe A-Jugend zeigte, dass die Vereinsverantwortlichen großes Vertrauen in seine handballerischen Fähigkeiten aber auch Führungsqualitäten hatten und ihm daher diese Herausforderung und Belastung zutrauten. Mit seinem Engagement und seiner zielstrebigen Art hätte Jan diese Aufgabe mit Sicherheit gemeistert.
Neben diesen sportlichen Aufgaben hatte sich Jan auch stets in das allgemeine Vereinsleben eingebracht. Er hatte sich immer dort angeboten, wo was zu tun war und bei vielen Veranstaltungen Verantwortung übernommen. Er war halt eine Art Macher.
Dass Jan nun im Alter von 35 Jahren aus dem Leben gerissen wurde, bewegt uns sehr. Es ist schwer zu begreifen, dass Jan, der praktisch gestern noch in unserer Mitte gestanden hat, nun nicht mehr zurückkehrt.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Jana mit den beiden noch sehr kleinen Kindern und seinen weiteren Angehörigen. Von Herzen wünschen wir ihnen viel Trost in dieser schweren Zeit, Kraft aber auch Zuversicht.
Jan wird nicht zu ersetzen sein; er wird der NHC-Familie richtig fehlen!

Wer hätte das gedacht? Ein etwas anderer Spielbericht (2. Herren)

Das letzte Spiel der Saison 2018/2019. Nicht nur für die zweite Herrenmannschaft, sondern für den Verein NHC. Und das gegen den bereits vor dem Spiel feststehenden Meister der HSG Warberg/Lelm – ein würdiger Abschluss.
Vor dem Spiel: 12 Heimsiege ohne Niederlage. Eine beeindruckende Bilanz unserer Herrscher der Festung Schuhwallhölle. Und diese Bilanz durfte einfach nicht im letzten Spiel fallen. Noch einmal die Kräfte sammeln, die Truppen aufstellen und dem Gegner alles entgegenwerfen, was man hat. Und das hat sich gelohnt Halbzeitstand 12:8, Endstand 28:23. Zu Hause ohne Verlustpunkte – das Kunststück schaffte mit uns nur unser heutiger Gegner. Nach dem Spiel: 13 Heimsiege ohne Niederlage – wer hätte das gedacht?
Im Spiel hielt besonders die Abwehr wieder wie eine Mauer zusammen. Kai Kühn, Andre Kühn, Kai Strupeit und Timo Effler ließen den ein oder anderen Gegenspieler bereits vor dem Torwurfversuch abprallen. Obwohl die Abwehr wie eigentlich immer ordentlich zupackte, haben sie es doch geschafft, als fairste Mannschaft die Saison zu beenden – wer hätte das gedacht?
Und wenn dann doch mal ein Ball durchkam, stand in diesem Spiel wieder einmal der Hexer Maik Wilfer im Tor und fischte so manchen Wurf artistisch ab. Und wenn dann noch ein fast 50jähriger einen Tempogegenstoß auf einen fast 40jährigen (Oliver Strupeit) wirft, bringt man die Schuhwallhölle zum Kochen. Wer hätte das gedacht?
Der Gegner – angeblich bereits seit Wochen in Feiermodus – versuchte mit wechselnden Abwehrsystemen das Spiel offen zu halten. Beim Zwischenstand von 21:20 und 2 Spieler Überzahl hätte der Gegner das Spiel drehen können. Hätte – denn jetzt spiele mal eben Marc Bode groß auf. Drei Tore durch unseren Linkshänder in doppelter Unterzahl gegen eine offensive Manndeckung brachte die Vorentscheidung. Zu den bereits erzielten 200 Saisontoren steuerte Marc in diesem Spiel mal eben 12 Tore (davon 6 von 6 durch 7Meter), was ihm die souveräne Torjägerkrone sicherte – wer hätte das gedacht.
Trainer Jan Kühn war sichtlich stolz auf diese Truppe. Dieses Mal brauchte er keinen „Turettanfall“, weder vor dem Spiel noch in der Halbzeit, um seine Mannen zum, am Ende, sicheren Sieg zu steuern. Trotz der manchmal geringen Trainingsbeteiligung – man munkelt, dass manche Spieler nicht ein Mal trainiert haben – konnte am Ende ein dritter Platz bejubelt werden. Punktgleich mit dem Zweiten – wer hätte das gedacht?
Verabschiedet wurden mit Kai „KK“ Kühn, Andre „AK“ Kühn und Jan Hendrik „Schmiddi“ Schmidt drei alteingesessene Urgesteine der Northeimer Handballgeschichte. Wir wünschen allen alles Gute ohne uns. Auch dank Ihnen waren wir die im Schnitt älteste Mannschaft der Landesliga – wer hätte das gedacht?
Da der angestandene Chronist der zweiten Herren, Eddy, sich anderswo vergnügte, möchte der Ersatzautor dieses Artikels gerne anonym bleiben – wer hätte das gedacht?
Nach dem Spiel wurde zusammen mit der dritten Herren noch ordentlich gefeiert. Bier floss, Würstchen und Steaks schmeckten und es wurden einige Späßchen getrieben. Es wurde sehr lang – Jeder hätte das gedacht!

Eine ELMlänge voraus (2. Herren)

Ein Text von Edwin Penner
Nach unserem letzten Heimspiel gegen Rhumetal hatten wir ein paar mehr Tage Zeit zum entspannen. Nun stand am Samstag das zweite von drei Heimspielen am Stück an. Anders ausgedrückt: der vorletzte Spieltag. Das voraussichtlich vorletzte Mal, bei dem man die Kühn Zwillinge Andre und Kai sowie Jan Henrik Schmidt auf dem Parkett gemeinsam erleben darf. Aber, da ja danach noch ein Spiel gegen den Meister aus Warberg ansteht, besteht ja jetzt noch kein Grund eine Träne zu verdrücken. Das bewahren wir uns für die nächste Woche auf. Konzentrieren wir uns aber erstmal auf unseren Gegner HG ELM.
Es sollte ja keine allzu große Überraschung sein, dass wir mit einem Team eine Rechnung offen hatten, bei denen wir im Hinspiel Auswärts ran mussten. So ist es dieses Mal auch mit der HG ELM(28:20 im Hinspiel). Da unsere Gäste im Hinspiel im Dezember kein Interesse dran hatten, das Spiel zu verschieben, wurde kurzerhand das Heimrecht getauscht. Im Nachhinein keine allzu schlechte Idee, haben wir so immerhin drei Heimspiele am Stück zum Saisonende.
Man sollte ja fast meinen, wir wären im Heimspiel die Favoriten. Und genauso traten wir auch auf. Wir nutzten in den ersten 30 Minuten unsere Chancen konsequent, rührten hinten einen Teig an, der sehr elastisch aber auch stabil war. Jedes Mal, wenn unsere Gäste versuchten durch die Abwehr hindurch zu rennen, wurden sie wieder nach Hinten geschleudert. So fingen wir uns nur 4 Tore in den ersten 15 Minuten ein, während wir selbst 12-mal den gegnerischen Torwart überwanden. Wie eine Topmannschaft eben. Bis zur Pause erhöhten wir den Vorsprung auf ein komfortables 20:9. Nun galt es das Ergebnis weitestgehend zu verwalten. Wollten wir doch nochmal ein bisschen wechseln und jedem Spieler ein paar Minuten geben. Verdient hatte es jeder einzelne. So wurde mal was Neues im Innenblock ausprobiert. Hier und da hat die Abstimmung dann, wie zu erwarten war, nicht ganz geklappt. So kamen die Handballakrobaten der HG ELM zu leichteren Toren und hatten auch in der Defensive besseren Zugriff. Am Ergebnis änderte dies nichts mehr. Das Spiel endete mit einem durchaus verdienten 33:26 Sieg. Wir verabschiedeten uns freundschaftlich von den durchaus sympathisch Auftretenden Gästen. Ging es in dem Spiel für die HG ELM nur noch um die goldene Ananas. Der Abstieg war ja schon seit einiger Zeit vom Tisch. Nächste Saison sehen wir uns sicher wieder.
Wir gewannen nun schon das 12. Heimspiel der Saison. Z-W-Ö-L-F. Von zwölf. Eins noch ausstehend. Ein letzter Tanz. Ein letztes mal das Trikot mit dem gelben, manche würden sagen goldenem, NHC-Emblem überstreifen. Für die meisten von uns nur vorübergehend. Können die Trikots endlich mal auslüften. Doch für drei wird es das wohl letzte Mal sein. Aber darüber reden wir dann, wenn es soweit ist. Also halten wir die Tränen noch ein bisschen zurück. Konzentrieren wir uns einfach darauf, den Heimnimbus aufrecht zu erhalten. Schließlich kommt niemand geringeres als der designierte Meister der Landesliga. Und wie man es eben als guter Gastgeber so macht, gibt es nichts zu verschenken. Die Meisterschaft können die Handballfreunde aus Warberg gerne haben (haben die auch wirklich mit einer fabelhaften Saison verdient). Aber der Schuhwallhölle ist es vollkommen egal. Die kennt nur den NHC als Sieger. Und da 3. Liga Herren ihre Saison nach unserem Spiel gegen die Dragons beendeten (24:23; von hier nochmal gute Besserung an Paul Hoppe. #comebackstronger) wäre ja Samstagabend etwas Zeit. 18 Uhr Anwurf. Danach setzen wir nochmal eins drauf auf die Saisonabschlussfeier der 1. Herren. Schließlich verabschieden wir drei wichtige Säulen unserer Mannschaft. Oh weia, das wird sehr emotional.
Also: ein letztes Mal diese Saison heißen „hier ist die Schuhwallhööööööölle!“ Kommt vorbei, feuert uns an und feiert mit uns ein letztes mal. Der zweite Platz ist noch machbar, doch dafür müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Und dafür brauchen wir euch.
Wir freuen uns schon.
Eure 2. Herren

We want you!

Achtung, Spieler gesucht!
Wir suchen für die neue Saison noch leistungsorientierte und zuverlässige Spieler für die Landesliga Herren.

Bei Interesse Kontakt über:
Oliver Kirch 0151-64957909
Jan Kühn 0176-70544991
oder
Oliver.Kirch@Northeimerhc.de
Jan.Kuehn@Mail.de

Ins (Rhume)Tal der Tränen

Eineinhalb Wochen nach unserem letzten Spiel (Sieg bei Eintracht Braunschweig) stand am letzten Donnerstag (25.04.) das Derby gegen die Angler aus dem Rhumetal an. Das Hinspiel endete Unentschieden 22:22.
Im letzten Bericht schrieb ich ja, dass die Rhumetaler mit einem Dolch im Mund über die Rhume schippern würden um uns unsere Beute (2 Punkte) zu entreißen. Was soll ich sagen? Hat nicht geklappt.
Aber von vorne. Das Spiel war eigentlich für Sonntagmorgen vorgesehen. Da aber unsere weibliche C-Jugend ein Turnier um die Niedersachsenmeisterschaft austrug, mussten wir unser Spiel verschieben. So wurde das Spiel auf Donnerstag vorverlegt. Spiel statt Trainingseinheit. Komischerweise war da die Mannschaft vollständig. Ebenso war aber auch Rhumetal mit voller Kapelle angereist. Und beide Teams kamen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Auf der einen Seite die Jungs aus dem Rhumetal. Elfter Platz, drei Punkte vor Schoningen, aber auch ein Spiel mehr. Das Abstiegsgespenst geistert in Katlenburg umher.
Dem gegenüber stehen wir. Northeimer HC. Vierter der Landesliga. Bockstarkes Jahr 2019. Eine uneinnehmbare Festung.
Eines will ich vorweg nehmen. Es war, trotz der Brisanz eines Derbys und der unterschiedlichen Tabellensituationen, ein bis zum Ende faires Spiel. Wir wollten deren Spiel über den Kreis unterbinden und nach Möglichkeit die erste Welle hinterher werfen. Wussten wir doch, dass den Rhumetaler die Puste in der zweiten Halbzeit schnell ausging. Und wie sollte es anders sein? Wir kassierten gleich das erste Gegentor über den Kreis. Die ersten 12 Minuten waren ausgeglichen. Auf ein Tor der Gäste antworteten wir mit einem eigenen. Das 4:4 war das letzte Mal, bei dem beide Teams gleichauf waren. Es folgten fast 9 Minuten ohne Gegentor durch die Rhumetaler. Durch diesen kurzen Sprint hatten wir eine komfortable Führung, die wir im Laufe des Spiels immer weiter ausbauten. Einer der Höhepunkte war das Comeback unseres Linksaußen Niklas Wittwer. Er trug sich gleich mit einem Kempa-Tempogegenstoß, nach punktgenauem Pass unseres Bärenstarken Torhüters Roman, in die Torjägerliste ein (16:7). Kiste für das erste Saisontor ist noch ausstehend. So gingen wir zum Pausen Ramazotti mit einem komfortablen 17:8.
In der zweiten Halbzeit wollten wir unseren Stiefel weiter hinunter spielen. Wir wussten, dass wir häufig für auch nur ein paar Minuten träumen. Das wollten wir heute unbedingt vermeiden. Nicht, dass die Gäste nochmal Morgenluft schnuppern dürfen. Jeden, auch nur im Keim aufkommende Hoffnung auf die zwei Punkte, wollten wir mit aller Bestimmtheit ersticken. So erzielten wir bis zur 45. Minute 10 weitere Treffer, während wir nur 3 kassierten (27:11). Das lag unteranderem an unserer konsequenten Chancenverwertung, sowie an unsere Defensivarbeit, die nur schwere Würfe zuließen. Aber eben auch an unseren Keeper Roman, der eine Rückrunde auf aller höchstem Niveau spielt. Sollte er so weiter machen, „verlieren“ wir ihn über kurz oder lang an die 3. Liga. Aber ein dickes Lob geht auch an unseren grauen Panther Maik. Er kam für zwei 7m ins Spiel. Er hielt großartige 50% und wurde jedes Mal mit Sprechchören von den Zuschauern begrüßt. Eine geilere Atmosphäre konnte man sich nicht vorstellen.
Bei so einem eindeutigen Spielstand wollte unser Coach Jan dann auch mal was ausprobieren. Seit einiger Zeit trainiert unser Tessa fleißig an seiner Masse um endlich mal Kreisläufer zu werden. Kindheitstraum oder so. Da es im Training (in der Halle, nicht bei einer FastFood Kette) schon relativ gut funktionierte, bekam er vor so einem tollen Publikum gleich Gelegenheit sich am Kreis zu zeigen. Und was soll man sagen? Er machte es tatsächlich recht ordentlich. Mit ihm ist weiter zu rechnen. Wenn er jetzt noch anfängt die Bälle zu fangen….
So spielten wir wie entfesselt unser Spiel zu Ende. Die Gegenwehr der Rhumetaler Freibeuter lies mehr und mehr nach, bis am Ende nur noch auf Schonung gestellt wurde und man alles dran setze, das Ergebnis nicht noch höher ausfallen zu lassen. Gelegentlich verirrte sich mal ein Ball an Roman vorbei ins Tor, was aber am Ende nur noch die Tropfen auf heißem Stein waren. Das letzte Tor, wie man es als gute Gastgeber so tut, überließen wir unseren Gästen. Freude strahlend schauten wir auf die Anzeigetafel. 37:15. Siebenunddreißig zu fünfzehn. 22 Tore Differenz. Eine großartige Leistung wurde mit einem deutlichen Sieg belohnt. Ein Sieg im Derby wurde mit einem neuen Tabellenplatz für uns belohnt. Wir sind nun 3. der Landesliga Braunschweig. Wer hätte das am Anfang der Saison gedacht? Platz DREI und wir schielen sogar noch auf ein kleines bisschen mehr.
Verfasst von Edwin Penner

Saisonabschluss beim NHC

Am kommenden Wochenende findet das letzte Spiel unserer 1. Herren (19 Uhr vs. SGSH Dragons) samt Verabschiedung unserer Abgänge bzw. das letzte Heimspiel unserer 2. Herren (16 Uhr vs. HSG Elm) statt. In den Halbzeitpausen der beiden Spiele finden die Mannschaftsehrungen statt. Zudem gibt es auch eine große Tombola mit attraktven Preisen wie beispielsweise einem Nationalmannschafts- und Füchse Berlin-Trikot, 2 VIP-Karten der MT Melsungen und vielen weiteren statt. Nach dem Spiel unserer 1. Herren laden wir Sie dann alle auf ein Freibier ein. Wir freuen uns auf ihre Unterstützung…

Northeimer HC
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