Der Tabellenführer ist gestürzt – aber nicht gefallen. Trotz einer guten Defensive musste sich der Northeimer HC im Derby bei der HSG Plesse-Hardenberg e.V. mit 17:21 geschlagen geben. An der Tabellenspitze ändert das zwar nichts – doch dieses Spiel hatte alles, was ein echtes Derby ausmacht. Northeim begann hellwach. Konzentrierte Abwehrarbeit, geduldiger Spielaufbau und nach wenigen Minuten eine verdiente 2:0-Führung. Der NHC zeigte sofort, warum er ganz oben steht. Die Körpersprache stimmte, das Tempo war hoch. Doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie intensiver, körperbetonter und emotionaler. Beim 2:2 war das Spiel wieder offen.
Es entwickelte sich ein Schlagabtausch. Beim 3:3 war klar: Hier schenkt sich niemand etwas. Doch während Northeim in dieser Phase einige gute Möglichkeiten ungenutzt ließ, nutzte die HSG ihre Chancen konsequenter und setzte sich leicht ab. Mit einem 6:8-Rückstand ging der NHC in die Halbzeit, ärgerlich, aber keineswegs hoffnungslos Nach dem Seitenwechsel zeigte der NHC Moral. Beim 9:7, 10:8 und besonders beim 13:12 war Northeim wieder ganz nah dran. Die Partie wankte, ein Ausgleich hätte das Spiel kippen können. Die Spannung in der Halle war greifbar. Doch genau in diesen Momenten fehlte dem NHC das letzte Quäntchen Glück, ein Pfostentreffer hier, ein Ballverlust dort. Und die Gastgeberinnen bestraften jede kleine Unachtsamkeit eiskalt. Als die HSG auf 19:15 davonzog, lief Northeim die Zeit davon. Der NHC warf noch einmal alles nach vorne, kämpfte bis zur letzten Minute, doch die Hypothek war zu groß. Am Ende stand eine 17:21-Niederlage auf der Anzeigetafel.
So bitter das Derby auch war – der Northeimer HC bleibt Tabellenführer. Die Niederlage ist zwar ein spürbarer Dämpfer, aber kein Rückschlag im Titelrennen. Jetzt gilt es, den Blick wieder nach vorne zu richten und den Fokus voll auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr gegen die SG Börde zu legen.
Gestürzt, aber nicht gefallen (1. Damen)
