Defensiver Totalausfall: NHC unterliegt in Cloppenburg deutlich mit 32:40 (15:17)!
Der Northeimer HC hat auswärts in Cloppenburg einen gebrauchten Abend erwischt und musste sich nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung deutlich mit 32:40 geschlagen geben. Ausschlaggebend für die Niederlage war vor allem ein nahezu kompletter Defensivausfall, der es den Gastgebern viel zu leicht machte, zu Torerfolgen zu kommen.
Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. Der NHC hielt in der Anfangsphase gut dagegen, glich mehrfach aus und blieb bis zum 15:15 (28. Minute) auf Augenhöhe. In dieser Phase zeigte sich jedoch bereits, was sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel ziehen sollte: In der Defensive fehlte jegliche Abstimmung, Zweikämpfe wurden kaum angenommen und die Rückzugsbewegung war unzureichend. Die Cloppenburger nutzten die fehlende Griffigkeit im Innenblock konsequent und kam immer wieder zu unbeschwerten Abschlüssen aus dem Rückraum. Kurz vor der Pause verlor der NHC dann komplett den Zugriff. Nach einer Auszeit der Gäste setzte sich der Gastgeber erstmals deutlicher ab und ging mit einer 17:15-Führung in die Kabine – ein Rückstand, der angesichts der Defensivprobleme bereits ein Warnsignal war.
Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch keine Stabilisierung, sondern das genaue Gegenteil. Die Defensive des NHC stand weiterhin überhaupt nicht, sodass Cloppenburg Tor um Tor erzielen konnte. Gleichzeitig leistete sich der NHC im Angriff zu viele unüberlegte, überhastete Abschlüsse, zahlreiche Fehlwürfe sowie technische Fehler im Rückraum, die immer wieder zu einfachen Gegentoren führten. Die Torhüter des NHC waren dabei die Leidtragenden – ohne jegliche Unterstützung aus der Abwehr hatten sie kaum eine Chance, entscheidend einzugreifen. Cloppenburg zog über 22:16 und 26:20 davon und stellte spätestens Mitte der zweiten Halbzeit klar, dass an diesem Abend nichts mehr zu holen war. Zwar erzielte der NHC weiterhin eigene Treffer und kam insgesamt auf 32 Tore, doch angesichts von 40 Gegentoren war selbst eine ordentliche Offensivausbeute bedeutungslos. In der Schlussphase verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung souverän und bauten ihn weiter aus, während der NHC defensiv keinerlei Mittel fand, das Spiel noch einmal zu drehen oder zumindest enger zu gestalten. Am Ende steht eine verdiente 32:40-Niederlage, die deutlich aufzeigt, dass die Abgeklärtheit und Erfahrung im jungen Team noch ausbaufähig ist.
NHC: Beck, Pätz; Burandt (2), Renner, Liebing (5), Schuster (3), Kang (4), Wulf, Wróbel (3/2), Bode (8), Juhle, Pfleiderer, Beltzer (1), Ramazani, Hrabák (2), Fietz (4).
Am 11.01.2026 geht es um 17 Uhr daheim weiter. ZIEL bleibt weiterhin einer der ersten beiden Plätze.
Foto: Florian Spieker.

