Bittere Auftaktniederlage bei der HSG Plesse-Hardenberg II

Zum Saisonauftakt durften wir direkt zum Derby gegen die HSG Plesse-Hardenberg nach Bovenden. Voller Vorfreude auf das Spiel, wurde die Woche gut trainiert und somit war die Mannschaft heiß, im ersten Spiel der neuen Spielzeit ein mögliches Ausrufezeichen zu setzen. Angekommen war leider auch das Thema Corona nicht zu übersehen. Wir wurden als Mannschaft eingewiesen und es wurde erklärt, wie es zu laufen hat. An dieser Stelle ein kleines Lob für die Ordner der Heimmannschaft, die sehr organisiert waren und uns freundlich in Empfang genommen hatten. Endlich in der Halle angekommen, wurde einem erst richtig bewusst, wie heiß die Mannschaft war, aber dennoch wussten wir, dass es alles andere als einfach werden würde, Punkte mitnehmen zu können.
Plesse war eine Mannschaft, die vorher geschrieben hatte, dass sie oben um den Aufstieg mitspielen will. Wir hingegen haben als Ziel der Saison den Klassenerhalt. Also treffen zwei Mannschaften aufeinander, die vom Ziel her nicht unterschiedlicher sein könnten.
Nach erfolgtem „Corona-Sportgruß“ ging es nun endlich los…endlich Punktspiel, nach einer gefühlten Ewigkeit…
Nach fünf Minuten, die auf Augenhöhe waren, konnte sich Plesse bis zur zehnten Minute erstmals ein wenig absetzen mit 6:3. Doch wir konnten dann fünf Minuten lang den Kasten komplett sauber halten und uns vorne auch mal durchsetzen. Somit stand es nach einer viertel Stunde 6:6. Daraufhin war es ein offener Schlagabtausch. Mal warf die Heimmannschaft ein Tor, mal wir, mal konnten die starken Torhüter auf Plesses Seite einen freien Ball wegnehmen und wiederum konnten wir mit einer starken Abwehr viele Bälle gewinnen oder unser sicherer Rückhalt Roman konnte die Plesse-Schützen mit starken Paraden ärgern. Die Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörten dann uns. So konnten wir sogar mit einer etwas unerwarteten 10:11 Führung in die Halbzeitpause gehen.
Zum Halbzeitpfiff haben wir unsere Leistung bereits so gefeiert, als hätten wir das Spiel schon gewonnen. Doch es kamen noch kräftezehrende 30 Minuten auf uns zu.
Doch unser Lauf konnte in den ersten vier Minuten der zweiten Hälfte nicht gestoppt werden. So konnten wir uns mal ein bisschen absetzen mit 11:14. Dann machte aber die Abwehr der Gastgeber dicht und wir konnten bis zur 48. Minute kein einziges Tor mehr werfen. Daher stand es zehn Minuten vor Schluss noch 15:16 für uns. Doch auch in den letzten zehn Minuten schafften wir es nur ein einziges Mal den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Die Heimsieben hingegen konnte noch ganze drei Tore werfen. Somit stand es zwei Minuten vor Schluss 18:17 für die Heimmannschaft und so sollte es auch zu Ende gehen. Endstand 18:17 für die HSG.
Zusammengefasst lässt sich viel Positives aus dem Spiel mitnehmen! Allem voran eine affengeile Abwehr, die keine Scheu gezeigt hat, den Kontakt zu suchen, aber auch mal schnelle Hände zeigen konnte, durch den einen oder anderen Steal. Ein sicherer Rückhalt im Tor und ein manchmal aufkommendes Tempospiel machen mit der Abwehr zusammen Lust auf mehr. Die größte Baustelle war in der zweiten Hälfte einfach der Angriff, dem die Kreativität, Bewegung, Spritzigkeit und Abschlussstärke gefehlt hatten. Sechs Tore in 30 Minuten sprechen da aber wahrscheinlich schon für sich. Möglicherweise hat am Ende einfach die Kraft gefehlt, die ganzen 60 Minuten Vollgas geben zu können.
Am nächsten Wochenende empfangen wir dann am Samstag um 20:00 Uhr den MTV Eintracht Hornburg in der Schuhwallhölle. Wer also an einem Samstagabend nichts Besseres zu tun hat, kann uns gerne anfeuern kommen. Wir freuen uns auf euch!


Eure 2. Herren