Kommenden Sonntag steht für die Northeimer B-Mädels die Auswärtsfahrt nach Königslutter an. Dort werden sie vom HSV Warberg/Lelm empfangen, der zu den schwächeren Teams der Liga gehört. Gegen Burgdorf und Ehmen mussten sie zwei Niederlagen einstecken. Lediglich gegen Lüneburg konnten die Warbergerinnen siegen. Dies war aber auch ihr letztes Spiel, weshalb wir einen selbstbewussten Gegner erwarten werden. Daher sind sie auf keinen Fall zu unterschätzen. Deswegen benötigen wir eine gute Tagesform. Wir treten selbstbewusst auf und wollen den Schwung aus der letzten Partie mitnehmen, um in fremder Halle die zwei Punkte mitzunehmen.
Am Sonntag, den 31.10.2021, trafen wir auf die HSC Ehmen, gegen die wir – da noch in getrennten Mannschaften – mehrfach in der letzten „richtigen“ Saison spielten, nämlich 2019/20. Wir wussten daher, dass sich hier zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüberstanden. Entsprechend hoch konzentriert und fokussiert gingen die Mädels in die Partie und erwischten einen guten Start. Wir erspielten uns einen kleinen Vorsprung, der beim Stand von 10:8 (Minute 17:09) zum letzten Mal wackeln sollte. Doch eine starke kooperierende Abwehr sowie eine tadellose Torhüterleistung sorgte für den nötigen Rückhalt, sodass wir uns innerhalb von 10 Minuten auf 17:8 (Minute 26:12) absetzen konnten. Zudem zeigten wir uns im Angriff deutlich treffsicherer aus dem Rückraum. Die sehr defensiv agierende Ehmener Abwehr konnten wir durch schöne 1:1, starke Rückraumwürfe und insgesamt einem guten Zusammenspiel immer wieder besiegen. Erfreulich war auch, dass in diesem Spiel vergleichsweise wenige Passungenauigkeiten vorhanden waren, wodurch unser Spiel in der Vergangenheit immer wieder stark ausgebremst wurde.
In der 2. Halbzeit blieben wir konzentriert und der bisherige Spielverlauf setzt sich fort. Eine aktive, bewegliche Abwehr, die auch immer wieder Passwege angriff, zusammen mit einer sehr starken Torhüterleistung war auch jetzt die Basis des Erfolgs. Vorne klappte auch vieles, wenngleich das Trainerteam auch nächste Entwicklungsschritte deutlich erkennen konnte. Sehr positiv ist, dass sich wieder viele Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Insgesamt zeigt diese Ausgewogenheit, dass wir von allen Positionen torgefährlich sind, und der Star das Team ist. Mit einem – auch in der Höhe verdienten – 10-Tore-Sieg (25:15) feierten die Mädels nach Schlusspfiff ihren Sieg.
In der kommenden Woche geht es nun zur HSV Warberg/Lelm, wo die guten Leistungen bestätigt werden sollen. Anschließend erwartet uns die SG Zweidorf/Bortfeld. Unser nächstes Heimspiel findet dann Ende November, am 28.11.2021, gegen die TV Hannover-Badenstedt, den amtierenden Deutschen Meister in der B-Jugend, statt.
Es spielten für den NHC: Merle, Neele – Lotte (2), Jette (5), Marie, Cosima (6), Esther (1), Emi (2), Lena (2), Emma (2), Leonie (2), Aliyah (2), Lea (1), Juliana
Nachdem sich die Mädels im letzten Spiel beim Bundesliganachwuchs aus Buxtehude ordentlich präsentierten, aber keine Chance auf etwas Zählbares hatten, sollen im Heimspiel gegen Ehmen nun wieder 2 Punkte her. Den Gegner kennt man aus der vorletzten Saison der C-Jugend sehr gut. Ehmen hatte ein paar Abgänge zu verzeichnen, konnte sich aber im Gegenzug auch mit guten Spielerinnen aus der Region verstärken. Die Gäste konnten bereits 2 Spiele gewinnen, lediglich gegen Titelaspirant Badenstedt gab es eine heftige 46:8 Abreibung. Personell kann der NHC aus dem Vollen schöpfen, ist aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen gegen Ehmen durchaus vorgewarnt und weiß, dass ein Spiel auf Augenhöhe wird.
JMSG Langelsheim/Seesen – Northeimer HC II 15:17 (7:12)
Das erste Spiel der neuen Saison führte uns nach Langelsheim, die zusammen mit Seesen in einer JMSG antreten. Für das erste Spiel hatten wir uns natürlich viel vorgenommen, wussten aber auch, dass wir uns nach der langen Pause erstmal finden müssen. Die Mädels legten auch direkt los wie die Feuerwehr. Leonie führte auf der Mitte gut Regie und konnte sich mehrfach im 1gg1 durchtanken, Marie und Paula wurden auf Außen mustergültig bedient, sodass es nach 18 Minuten beim 3:8 die erste Auszeit der Gastgeberinnen setzte. Diese wirkte aber nur zum Teil, die Mädels standen in der Abwehr weiter sicher und konnten den 5-Tore Vorsprung dann auch über Gegenstöße von Hind und Leyla bis zur Halbzeit verteidigen. Der erste Treffer der zweiten Hälfte gehörte noch den NHC-Mädels, doch danach lief am Angriff nicht mehr viel zusammen. Es fehlte der Zug zum Tor und die Kräfte schwanden beim sehr knapp besetzten Rückraum. So entwickelte sich das Spiel letztendlich zur Zitterpartie, denn die Gastgeberinnen kämpfen sich Tor um Tor unter lautstarker Unterstützung der Zuschauer heran, das Spiel drohte zu kippen. Doch die kämpferische Leistung stimmte und das Bollwerk hinten hielt dann doch stand. Dahinter erwies sich auch Annika als sicherer Rückhalt, sodass die Führung am Ende über die Zeit gebracht werden konnte.
DJK BW Hildesheim – Northeimer HC II 17:24 (8:11)
Im zweiten Auswärtsspiel konnte Annika aus der C-Jugend leider nicht aushelfen, sodass sich unsere beiden Kreisläuferinnen Hind und Nela die Zeit im Tor teilten und über die ganze Partie auch eine starke Leistung abriefen. Die Vorgabe für das Spiel war klar: Aus der sicheren Deckung wie im vergangen Spiel nun mehr Kapital schlagen und zu einfachen Toren im Gegenstoß kommen. Auch in diesem Spiel legten die Mädels stark los. Die Gastgeberinnen starteten anders als Langelsheim in einer defensiven, kompakten 6:0. Ein klarer Fall für unsere Steineschmeißerin Josi, die direkt mal zwei Bälle aus der zweiten Reihe ins Tor schweißte. Neuzugang Marie König erwischte einen guten Einstand und konnte mit 2 Gegenstoßtoren beim Stand von 1:5 die erste Auszeit der Gastgeberinnen erzwingen, die ihre Deckung fortan mit einer 5:1 deutlich offensiver ausrichteten, um unseren wurfgewaltigen Rückraum in Schach zu halten. Das zeigte zunächst auch Wirkung, unser Angriff kam stark ins stocken und Coach Heiler musste beim 8:9 ebenfalls zur Auszeit greifen. Der Lauf der Hildesheimerinnen konnte gestoppt werden und es ging mit 8:11 in die Pause. In der zweiten Halbzeit zeigten die Mädels dann ein wahnsinnig gutes Spiel. Die Deckung stand nun noch sicherer und konnte viele Ballgewinne in Gegenstoßtore ummünzen. Streichelfee Lena wandelt sich langsam Richtung Terrier und sorgte mit aggressivem Abwehrspiel für viele Ballerverluste des Gegners. Schien doch mal etwas durch die Abwehr zu kommen, wurde es dann meist von Hind abgeräumt. Beim 14:20 und einer weiteren Auszeit schien das Spiel entschieden, direkt im ersten Angriff konnte Jette im Gegenstoß mit dem 21. Treffer dann alles klar machen. Besonders hervorzuheben ist bei diesen Spielen, dass man gar keine einzelne Spielerin hervorheben kann. Die Tore, guten Aktionen und Spielzeiten verteilen sich ziemlich gleichmäßig auf die gesamte Mannschaft, die nun richtig Lust auf mehr hat!
Am 10.10.2021 reisten 10 Mädels zum vorhergesehenen schweren Auswärtsspiel nach Buxtehude. Dort empfing sie einer der drei Titelfavoriten auf die Meisterschaft in der Oberliga, der Bundesliganachwuchs des Buxtehuder SV. Nicht nur das Harz bereitete uns gewaltige Probleme und sorgte im Verlauf des Spiels für zig einfache und schnelle Tore der Mädels aus Buxtehude. Auch die Tatsache, dass die Gastgeberinnen vier Mal pro Woche Mannschaftstraining plus zwei Extraeinheiten im gut ausgestatteten Kraftraum hatten, führte dazu, dass sie uns in allen Belangen – ob athletisch, handballerisch oder auch was die Handlungsschnelligkeit anging – überlegen waren. So kam es dann auch zum erwarteten Spielverlauf, denn aus einer sicheren Abwehr heraus konnten sich die Gastgeberinnen schnell absetzen. Gegen die Abwehr fanden wir auch aufgrund eines ruckeligen und behäbigen Zusammenspiels und damit dem fehlenden Druckaufbau keine Mittel. Die Unsicherheiten mit dem klebrigen Ball taten dann ihr übriges, weshalb Buxtehude in diesem Spiel v.a. ihren Tempospielangriff schulen konnte. Doch auch, wenn das Ergebnis mit 43:19 sehr deutlich ist und eine klare Sprache spricht, bleiben einige positive Aspekte in Erinnerung. Da wäre zu nennen, dass sich das Angriffsspiel mit der Zeit verbesserte und die Mädels nie zu keinem Zeitpunkt den Kopf hängen ließen. Aufopferungsvoll arbeiteten sie nach hinten und verziehen sich jede misslungene Aktion. Trotz der hohen Anzahl an technischen Fehlern im Angriffsspiel und einigen guten Einwurfmöglichkeiten, die gegen die starken Torhüterinnen liegen gelassen wurden, kann man mit 19 erzielten Treffern gegen die gute kooperierende, antizipative und kompakte Defensive der Hausherrinnen zufrieden sein. Jede Feldspielerin konnte dabei mindestens einmal treffen, die beiden Torhüterinnen zeigten auch einige gute Paraden. Trotz der hohen Niederlage sind das doch wichtige positive Aspekte, die man aus dem Spiel mitnehmen kann. In den nächsten drei Spielen gegen Ehmen, Warberg und Zweidorf soll nun aber auch wieder Zählbares her. Weiter geht es am 31.10.21 in der Schuhwallhalle gegen den HSC Ehmen, den man aus der Vergangenheit gut kennt.
Endlich war es soweit, das erste Saisonspiel nach viel zu langer Pause! Zu Gast war die HSG Heidmark, die mit einem 11-Tore-Heimsieg in die Schuhwallhalle angereist kamen. Das erste Spiel der NHC-Mädels musste verlegt werden. Geheimagent und Talentscout Fabi hatte bereits am vorherigen Wochenende seine Fühler ausgestreckt, um den Spielstil der Gäste kennenzulernen. Hochmotiviert ging es aus der Kabine, die Vorgabe war klar: Vollgas-Handball, aber zunächst erstmal Sicherheit bekommen, die einfachen, klaren Sachen spielen und der Torhüterin möglichst nicht auf die Füße werfen. So dachten die Trainer. Verstanden hatten die Mädels aber offenbar: Größtmöglichstes Risiko, schneller Abschluss und hoffentlich macht die Torhüterin die Beine auf. Dementsprechend verlief die Anfangsphase sehr hektisch und Heidmark konnte bis zur 18. Minute mehrfach in Führung gehen. Danach legten die Mädels ihre Anfangshektik aber ab und konnten aus einer sicheren Deckung heraus zur Halbzeit auf 15:11 davonziehen. Die Führung brachte zunächst leider keine Sicherheit in das Spiel, die Mädels machten wieder viele unnötige technische Fehler, sodass Heidmark beim 20:18 wieder auf Tuchfühlung war. Dann platzte jedoch endlich der Knoten und die Mädels zeigten eine unglaublich starke Schlussviertelstunde. Heidmark gelangen nur noch vier Treffer, während wir noch 12 Mal trafen. Absolut überragende Akteurin auf dem Feld war Cosima mit 14 Treffern bei 15 Versuchen. Ob im Gegenstoß, im 1 gegen 1, freigespielt auf Außen, selbst aus scheinbar unmöglichen Winkeln, brachte Cosima quasi alles im Tor unter. Allerdings machte in dieser Phase auch die deutlich beweglichere Abwehr und der druckvollere Angriff einen guten Job, durch den viele dieser Treffer ermöglicht wurden. Am Ende steht ein klasse 10-Tore-Sieg, mit dem man insgesamt sehr zufrieden sein kann und der Lust auf mehr macht. Einiges lief noch nicht ganz rund, aber vieles funktionierte deutlich besser als in der Vorbereitung.