Wer ist hier der Buzzerbeater?

Unser letztes Spiel führte uns ins schöne Weserbergland zum Drittligaabsteiger MTV Rohrsen. In Hameln erwartete uns eine überwiegend neu formierte Mannschaft und damit ein recht unbekannter Gegner. Auf unserer Seite mussten wir das Fehlen von Anna Junghans, die an diesem Wochenende ihren Umzug vorbereiten musste und kurzfrisitg auch das Fehlen von Tini verkraften, da sie sich bei einem unglücklichen Zusammenprall im Training verletzt hatte. Erfreulicherweise war aber unser anderer Neuzugang Anna Bünker das erste Mal in dieser Saison mit von der Partie.
Schon beim Aufwärmen konnte man spüren, dass wir es nicht schafften die gleiche Spannung aufzubauen wie in den ersten beiden Spielen und dememtsprechend war die erste Halbzeit ein Spiegelbild dessen. Wir lieferten vermutlich eine der schlechtesten Leistungen in den letzten Jahren in diesem Spielabschnitt ab. Es häuften sich technische Fehler, überhastete Abschlüsse und andere Unkonzentriertheiten bei jeder Spielerin. Allein unserer einigermaßen stabilen Deckungs- und Torhüterleistung war es zu verdanken, dass wir nicht weiter ins Hintertreffen gerieten. In der Halbzeitansprache wählte Kai dementsprechend auch ein paar deutliche Worte und forderte uns dazu auf die Attribute wieder zum Vorschein zu bringen, die uns ausmachen. Manchmal hören wir dann ja doch auf unseren Trainer und zeigten in der zweiten Halbzeit ein verändertes Gesicht. Es wurde wieder miteinander gekämpft, geduldig gespielt bis sich besonders über die Außenpositionen eine Wurfmöglichkeit ergab und ganz einfach gesagt wieder Handball gespielt. Als Resultat sprang dann der Ausgleich und eine erstmalige Führung im Spiel heraus. Leider sollte dieser kleine Vorsprung nicht lange halten und kurz vor Schluss kassierten wir wiederum zwei Treffer und die Rohrsener Damen konnten mit 20:19 in Führung gehen. Nur noch wenige Sekunden waren zu spielen und da wir in Unterzahl waren setzte unser Trainer das erste Mal das taktische Mittel des siebten Feldspielers ein. So konnten wir im letzten Angriff in Gleichzahl agieren und da der Gegner anscheinend mit einer 1:1-Aktion oder einem Wurf von Außen rechnete, hatten sie unseren Buzzerbeater Reiki (das Tor wurde allerdings Marie im Spielbericht zugeordnet) nicht auf dem Schirm. Vier Sekunden vor Schluss nahm sie sich ein Herz, stieg auf Rückraum Rechts hoch und traf zum umjubelten Punktgewinn. Nach diesem durchwachsenen Spiel heißt nun aber volle Konzentration auf den nächsten Gegner. Mit der SG Rosengarten-Buchholz II haben wir einen weiteren Neuling der Liga zu Gast, der aber mit deutlichen Siegen gegen die HG Rosdorf-Grone und den TuS Jahn Hollenstedt auf sich aufmerksam machen konnte. Es erwartet uns ein Rückraum mit zwei starken Werferinnen, die unserer Abwehr ein ums andere Mal fordern wird.