Eigentlich wollten die NHC-Kids in dieser Zeit in den Sporthallen des Landes und der Region unterwegs sein, um in ihren schicken Trikots fleißig Punkte in ihren Meisterschaftsspielen zu sammeln. Daraus wird im Moment aufgrund der Corona Pandemie nichts, denn sowohl HVN als auch die Handballregion Süd-Niedersachsen haben den Spielbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt. Hinzu kommt der Lockdown light, der unseren Trainingsbetrieb erheblich einschränkt. So unverständlich das auch erscheinen mag, so grimmig entschlossen ist die Reaktion des Northeimer HC, seinen Jugendspieler*innen weiterhin Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu geben. Schnell reagierte der Jugendausschuss und stellte eine Kilometer-Challenge zusammen mit dem FC Eintracht Northeim auf die Beine. Weiterhin bekommen insbesondere die jüngeren Kids wöchentlich eine Videochallenge und damit die Möglichkeit, zum Insta-Influencer zu werden. Hierfür gilt Tanja Weitemeier, Aline und Marie Barnkothe – um nur einige zu nennen – Dank für die zusätzliche Arbeit. Aber auch die Jugendübungsleiter sind nicht untätig: So gibt es zum Beispiel Koordinationsaufgaben in der weiblichen D-Jugend, Zoom-Trainingseinheiten in den C- und B-Jugendteams und vieles mehr. “Wir können uns glücklich schätzen, dass unsere Übungsleiter so mitziehen und sich um ihre Teams kümmern, obwohl sie nicht miteinander in die Halle können. Damit bekämpfen sie den Frust, den der erneute Lockdown beschert hat!” ist Ollo Wode, stellv. Vorsitzender Nachwuchs-/ Jugendarbeit sehr erfreut. Freuen wir uns also über die große Motivation bei unseren Mitgliedern und hoffen, dass der Lockdown bald ein Ende nimmt und wir in die halle zurückkehren dürfen. Bis dahin lassen wir uns nicht unterkriegen und geben wir weiter Gas!
Anbei die Spielberichte der letzten zwei Qualifikationsspiele unserer männlichen B-Jugend:
mB vs. MTV Braunschweig 31:27 (14:17)
Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe, das am Ende über Kleinigkeiten entschieden wurde. Auch klar war, dass der Verlierer des Spiels aus der Relegation zur Vorrunde Oberliga ausscheiden und in der Saison in der Landesliga an den Start gehen würde. Wir starteten gut in das Spiel und konnten schnell mit 8:5 in Führung gehen (13.). Die Abwehr stand gewohnt sicher im 1 gegen 1, lediglich der wuchtige Kreisläufer der Gäste war kaum zu verteidigen. Allerdings ließen sich die Ballgewinne in der Abwehr vorne nicht in Tore umwandeln, da wir oft freistehend vor dem Tor den Ball nicht unterbringen konnten. Das rächte sich schließlich, dass wir anstatt mit einer 5-6 Tore Führung auf einmal mit 11:12 in Rückstand gingen. Daraufhin verloren wir völlig den Faden, schlossen zu schnell und unvorbereitet ab, produzierten technische Fehler, die die Gäste konsequent nutzten und fortan das Spiel kontrollierten. Die Halbzeit kam uns daher sehr gelegen. Im zweiten Durchgang konnten wir den Rückstand dann schnell auf 19:19 egalisieren (30.) und es entwickelte sich ein ebenbürtiges Spiel, in dem Braunschweig aber stets knapp führte. Als wir dann kurz vor Ende zum ersten Mal in Führung gingen, waren es die Gäste, die etwas den Faden verloren und zu schnell den Abschluss suchten, was wir im Gegenzug konsequent ausnutzten und das Spiel entschieden. Am Ende war dieses Spiel ein echter Charaktertest für die Jungs, den sie durch eine starke kämpferische Vorstellung mit Bravour bestanden haben.
mB vs. SV Stöckheim 34:32 (18:17)
Nach dem Sieg gegen Braunschweig genügte uns hier eigentlich ein Punkt zum Einzug in die Vorrunde zur Oberliga. Selbst bei einer Niederlage, hätte Stöckheim noch in Braunschweig gewinnen müssen, damit wir aus der Relegation ausscheiden. Zudem fiel einer der gefährlichsten Spieler der Heimmannschaft verletzungsbedingt aus, sodass dieses Szenario eher unwahrscheinlich erschien. Diese Einstellung wäre uns fast zum Verhängnis geworden, denn es fehlte in diesem Spiel von Anfang an die Spannung in der Abwehr. Die Spieler der Heimmannschaft machten von Anfang an deutlich, dass sie auch personell gebeutelt hier als Sieger von der Platte gehen wollten. Trotz körperlicher Unterlegenheit schafften sie es die sonst so starke Deckung im 1 gegen 1 so auseinanderzunehmen, dass wir uns trotz guter Torhüterleistung 32 Gegentore fingen. Weniger Probleme hatten wir im Angriffsspiel, bei dem wir über viele Positionen schnell zu guten Abschlüssen kamen. Allerdings haperte es, wie in den anderen 3 Spielen zuvor an der Konsequenz im Abschluss, sodass sich insgesamt ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Im zweiten Durchgang waren es dann die Gastgeber, die den Takt vorgaben und teilweise mit 3 Toren führten, wir machten uns das Leben durch viele technische Fehler und Fehlwürfe unnötig schwer. Mit dem Gedanken zu verlieren, fanden sich die Jungs allerdings nicht ab und so stimmte jetzt zumindest die kämpferische Einstellung, die uns kurz vor Ende noch verdient aber auch etwas glücklich auf die Siegerstraße brachte. Am Ende der Relegation bleiben einige positive wie auch ausbaufähige Aspekte hängen. Bemerkenswert und hervorzuheben ist aber tatsächlich der Kampfgeist der Jungs, der uns am Ende in die Vorrunde Oberliga gebracht hat.
Am Sonntag ging es für die männliche A-Jugend nach Bothfeld zum Zweitplatzierten in der Oberliga-Relegation. Trotz der zwei zuvor gewonnenen Spiele war ein Weiterkommen noch nicht gesichert und es brauchte mindestens ein Unentschieden um die Vorrunde-Oberliga zu erreichen. Mit hoher Motivation in der Mannschaft ging es also nach Hannover, wo uns eine volle Halle mit unerwartet vielen Zuschauern erwartete. Das Spiel begann ziemlich hektisch und torreich. Mit einem schnellen Tempospiel konnte sich der Gegner bereits nach vier Minuten mit 5:2 absetzen, doch wir konnten uns fangen und waren schnell wieder auf Augenhöhe. Die restliche Halbzeit verlief recht ausgeglichen und wir gingen mit einem 17:18 Rückstand in die Pause. Trotz körperlicher und spielerischer Überlegenheit gelang es uns jedoch nicht, uns abzusetzen. In der zweiten Halbzeit nahm Trainer Andre Kühn ein paar taktische Umstellungen vor. So konnte sich Philip Hilke, der frisch auf Rechtsaußen eingewechselt wurde, einige Male durchsetzen und erzielte wichtige Tore. Auch Sören Schäfer konnte sich ein ums andere Mal durchsetzen. Trotzdem wechselte die Führung immer wieder und kein Team konnte mit mehr als zwei Toren in Führung gehen. Die letzten zehn Minuten brachen an und der Krimi war eröffnet. Bothfeld lag mit zwei Toren in Führung, doch mit einer großartigen Mannschaftsleistung konnten wir in der 59. Minute durch Philip Hilke den Ausgleich und gleichzeitig den Endstand erzielen. Nach dem anschließenden Siebenmeterwerfen, das nur noch den direkten Vergleich entschieden hätte und somit für uns unwichtig war, wurde der Einzug in die Oberliga-Vorrunde mit lauter Musik in der Kabine gefeiert. Wir bedanken uns bei unseren treuen Zuschauern die den weiten Weg auf sich genommen haben und uns toll angefeuert haben.
Es spielten: Sören Schäfer(9), Philip Hilke(7), Felix Weber(5), Linus Lüdecke(4), Janik Berke(3), Benjamin Bialas(2), Tom Heiduck(2), Torben Schlampig(1), Finn Bode, Lasse Wigger (T), Cedrik Springer, Phil Bosse
Nach dem ärgerlichen Unentschieden und verlorenen Siebenmeterwerfen in Eyendorf heißt es nun “Verlieren verboten” für Jungs, um sich für die Vorrunde der Oberliga qualifizieren zu können. Als zweiten Gegner hießen wir den Nachbarn aus Rhumetal willkommen. Die Aufgaben für das Spiel waren klar gestellt: Mit einer offensiven Deckung den Gegner zu Ballverlusten zwingen und im Tempospiel nach vorne die einfachen Tore werfen. Die Abwehr startete überragend (6 Tore in HZ 1), allerdings lies das Umschaltspiel sehr zu wünschen übrig. Auch der Positionsangriff wirkte sehr statisch und hinzu kamen unzählige Fehlwürfe aus freien Abschlusspositionen, sodass wir uns erst gegen Ende der ersten Halbzeit richtig absetzen konnten. Im zweiten Durchgang lief das Tempospiel dann aber deutlich besser, allerdings haperte es weiterhin, wie auch in Eyendorf, an der Konsequenz im Abschluss. Am Ende stand mit dem 36:17 aber ein ordentliches Ergebnis.
Weiter geht es Schlag auf Schlag: Bereits Sonntag ist der MTV Braunschweig zu Gast. In diesem Duell wird sich wahrscheinlich eine Vorentscheidung anbahnen, welche der beiden Mannschaften zusammen mit Eyendorf in die Vorrunde der Oberliga einzieht. Erwartet wird ein enges Spiel, das über die Tagesform entschieden wird. Direkt am Mittwoch danach geht es zum letzten Relegationsspiel zum SV Stöckheim.
Die Vorzeichen waren eindeutig: während für den NHC der Zug in die Oberliga abgefahren war, ging es für den HSC nach einer zu erwartenden Niederlage gegen Eintracht Hildesheim ums Ganze. Die Jungs in Schwarz hielten aber gegen den erneut körperlich überlegenen Gastgeber gekonnt dagegen und gestalteten das Spiel im ersten Viertel offen (8:8. 11‘). Danach allerdings waren die Hausherren viel bissiger und das auch teilweise grenzüberschreitend. So geriet der NHC durch Ballverluste mit 17:11 ins Hintertreffen. In der zweiten Halbzeit in der Fabian Triller mit einer tollen, unerschrockenen Leistung im Tor aufwartete, zeigte sich das gleiche Spiel, insbesondere was das Abwehrspiel auf beiden Seiten anging. Eine konsequentere Regelauslegung des alleinigen Unparteiischen wäre hier wünschenswert gewesen, ANDERERSEITS: es wird auch langsam mal Zeit, sich an das etwas körperbetontere Spiel in der C-Jugend zu gewöhnen. Und das geht halt nur mit Einsatz, Kampf und vor allem Trainingsfleiß. Und hier gilt es anzusetzen. Jeder einzelne Spieler muss im athletischen und konditionellen Bereich noch an sich arbeiten. Und Resultate wird es dabei nur geben, wenn mindestens zwei Mal pro Woche richtig Gas gegeben wird… So kann man also sagen, dass uns die Relegation wie gewünscht gezeigt hat, wo wir stehen und was wir noch zu tun haben, bevor es in die Saison geht. Für den NHC spielten und trafen: Joshua Weber, Mats Mönkemeyer und Fabian Triller im Tor; Bjarne Kühn, Linus Wode (1), Bennet Rackwitz (2), Maxi Moldenhauer (1), Felix Alsleben (3/2), Adam Bohne (1), Oskar Hofmann (4), Serxo Ramazani (8), Jannik Benic, Linus Schnabel, und Jonas Tute (2).
Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles Spiel der beiden Teams. Beim NHC setzte am Anfang erneut die linke Angriffsseite mit Kjell Wode und Serxho Ramazani starke Akzente. Bis zum 10:10 blieb der NHC dran bevor sich der TuSpo mit Tempogegenstößen nach leichten Ballverlusten auf 17:12 absetzte. Aber die Northeimer gaben nicht auf und kämpften sich zurück ins Spiel, Weende brachte den Sieg aber nach Hause. Wir sind zufrieden mit dem Auftritt der Jungs. Serxho Ramazani nutzte die Freiräume, die ihm seine Teamkollegen verschafften, konsequent und erzielte 13 Tore.
Damit scheint klar, dass die NHC C1 nächste Saison „nur“ in der Landesliga antreten wird. Allerdings ist das nur folgerichtig, weil die Mannschaft bis auf wenige Ausnahmen aus Jungen des jüngeren Jahrgangs besteht, die sich so sicher besser und zielgerichteter entwickeln können. Außerdem kann die C so als Ausbildungsteam die talentierteren D-Jungen mit einbauen und damit auf „höhere Aufgaben“ vorbereiten. Für den NHC spielten und trafen: Joshua Weber und Mats Mönkemeyer im Tor; Bjarne Kühn, Linus Wode (1), Bennet Rackwitz (3), Maxi Moldenhauer (3), Felix Alsleben (2), Adam Bohne (2), Oskar Hofmann (1), Serxo Ramazani (13), Kjell Wode (3), Linus Schnabel, Till Gunkel und Jonas Tute. Zum Kader gehören außerdem Fabian Triller (TW), Jannik Benic (LA) und Lion Thormeier (RR)