Das Spiel gedreht

Am 20.2. machten wir uns ein weiteres Mal auf den Weg in die Lüneburger Heide. Es bot sich auf der Hinfahrt dasselbe Bild wie auf unseren anderen Fahrten, nach anfänglichem Geschnatter verfällt die halbe Mannschaft in den Schlaf. Dieser schien allerdings mit Beendigung der Anreise noch nicht ganz beendet gewesen zu sein, da wir in der ersten Halbzeit eine bescheidene Vorstellung zeigten. In der Abwehr fehlte es uns an der nötigen Einstellung, so dass Lüneburg über einfache Einläufer oder das Kreisspiel zu Toren kam. Im Angriff wiederum fehlte uns schlicht und ergreifend die Durchschlagskraft. Dementsprechend erhielten wir mit dem Pausenpfiff die Quittung für unsere dürftige Leistung und brauchten uns nicht wundern, dass wir mit 7:13 ins Hintertreffen geraten waren. In der Kabinenansprache folgten dann deutliche Worte unseres Trainers. Er prophezeite uns, dass wir dieses Spiel nicht mehr gewinnen könnten und uns zum Ziel setzen sollten die zweite Halbzeit positiv zu gestalten. Mit dieser Äußerung wusste er natürlich, dass er unseren Kampfgeist nochmal wachrütteln konnte. Tatsächlich gelang es uns im zweiten Spielabschnitt, trotz der frühen dritten Zeitstrafe gegen Miri in der 32. Spielminute sowie einiger weiterer kurioser Pfiffe auf beiden Seiten, das Spiel zu drehen. In die Karten spielte uns, dass die Lüneburgerinnen mit jedem Treffer von uns unsicherer wurden und anscheinend den Glauben an den eigenen Sieg verloren. Mit einer Umstellung im Angriff, Atze wurde in den linken und Marie in den rechten Rückraum beordert, schafften wir dann die endgültige Wende. Angetrieben von unserer Bank und Miri auf der Tribüne konnten wir uns schließlich doch zwei weitere Punkte erkämpfen und eine ausgelassene Rückfahrt genießen.