In der Niederlage gewonnen – NHC Tigers ärgern den Ligaprimus gewaltig! (mD2)

mD2 – Tuspo Weende 18:28 (9:10)

Die Vorzeichen waren eindeutig: Zu Gast war der Ligaprimus TuSpo Weende, verlustpunktfrei, im Schnitt einen Kopf größer und mit der besten Defensive der Liga gesegnet. Im Hinspiel hatten uns die Jungs von Trainer Aleddin Özer mit 30:13 nach Hause geschickt. Andererseits die Tigers fast in Bestbesetzung, lediglich Kreisläufer Noah Höß musste verletzungsbedingt passen. Konnte das Ziel, den Primus zu ärgern und einen weiteren offensichtlichen Schritt in der Entwicklung nach vor zu machen erreicht werden? Vorsichtiger Optimismus machte im Trainerteam Wode/Triller breit… und das zu Recht!

Zum Spiel:

Schon beim Aufwärmen wurde klar, dass die Tigers die Krallen und Zähne ausfahren würden denn selten haben sich die ansonsten eher hyperaktiven Chaoskids des NHC so fokussiert erwärmt wie vor diesem Spiel. Ganz nach der Devise „Bangemachen gilt nicht“ schüttelte das Rudel den schnellen 0:3-Rückstand durch „Wurfmaschine“ Julian Wulf (gute einsachzig, 15 Treffer) ab, mischte munter mit und blies spätestens nach einem bravourös parierten Strafwurf von Fabian Triller, der seine anfängliche Scheu ablegte und eine Menge schwieriger Bälle entschärfte, zur Aufholjagd (8.). Wie im Vorfeld vermutet, hatte Taktikfuchs Özer seine Jungs auf unsere Haupttorschützen Kjell Wode und Felix Alsleben eingestellt. Aber das hatte das Tigers-Taktik-Team antizipiert und ihrerseits mit Linus Wode und Till Gunkel zwei weitere Eisen im Feuer. Während ersterer mit drei Buden in Folge die Gäste in eine „Wode’sche Verwirrung“ schubste, krönte letzterer seine Leistung mit einem direkten Freiwurf aus eigentlich unmöglicher Wurfposition zum 9:10 Anschlusstreffer zur Pause.

In der zweiten Halbzeit zeigte dann der Tuspo, warum er zu Recht an der Spitze steht. Körperlich von einem anderen Stern, war Julian Wulf nur noch schwer zu stoppen, aber der NHC zeigte, was ihn stark macht: Sichere Ballstaffetten auf Lücke und weiter nagelten die Weende am eigenen Sechser fest (trotz von allen Seiten heftigst geforderter offensiver Abwehr!) und trotzdem gelang es Spielmacher Kjell Wode noch mehrmals, Noah Pöch am Kreis gekonnt in Szene zu setzen, der mit vier blitzsauberen Toren Topscorer der Tigers war. Die Tigers verloren das Spiel zwar standesgemäß, steckten aber nicht auf. Alle Spieler bekamen Einsatzzeit und acht von elf Feldspielern trafen. Die Frage, wie gut sich eine Niederlage anfühlen kann, wurde dann auch vom langanhaltenden Applaus der Zuschauer und dem aufrichtigen Lob der fairen Kontrahenten beantwortet- In diesem Sinne: Weiter so, Tigers!!!


Für die Tigers spielten und trafen:

F. Triller und J. Weber im Tor;
Haakon Guittonnet (1), Momo Khalil, Kjell Wode (3), Till Richter (1), Felix Alsleben (3), Jannik Benic (1), Noah Pöch (4), Jan Hennecke, Nicolas Bode, Linus Wode (3), Till Gunkel (2)