Aus dem Tagebuch der Cuxhaven-Teilnehmer 2016

Liebes Tagebuch,

vom 26. – 28.08.2016 waren wir mit 55 Jugendlichen der weiblichen E-, D-, C- und der männlichen D-Jugend sowie Betreuern in Cuxhaven. Der HVN hatte wieder zum Beachhandball-Turnier eingeladen und mit fünf Mannschaften nahmen wir gerne teil.

Auf die Sekunde pünktlich starteten wir am Freitag um 14.30Uhr mit viel Vorfreude an der Schuhwallhalle. Und dann? – Stau 1, Stau 2, Stau 3, …
Nach zwei Stunden fuhren wir durch Hannover und nach weiteren 2,5 Stunden passierten wir endlich Bremen. Um 20.30Uhr oder nach sechs Stunden Fahrt kamen wir dann endlich, aber immer noch gutgelaunt und voller Vorfreude in Cuxhaven an.
Nun wollten wir nur noch zügig die Zelte beziehen, die bereits aufgebaut waren (Vielen Dank dafür wieder an den Vorfahrtrupp!), ein schnelles Abendbrot einnehmen (Vielen Dank dafür auch an die Grillmeister!) und dann nichts wie ab an den STRAAAAAND!

Der Samstag begann wie gewohnt mit dem Anstehen zum Frühstück. Die Mädels unter uns waren das Anstehen ja schon gewohnt, da man egal zu welcher Zeit auf der Damen-Toilette oder am Damen-Duschwagen definitiv anstehen musste. Die Jungs unter uns hatten es da einfacher, denn bei den Herren war meistens frei! Wieso das so war, darf sich an dieser Stelle jeder selbst überlegen 😉 !?!
Bei schönstem Sonnenschein erlebten wir also, wie es alte Cuxhaven-Hasen kennen, einen typischen Turniertag. Es wurde gewonnen, verloren, gekämpft, bei Gelegenheit experimentiert und gecremt, gecremt, gecremt! Am Ende hatten die meisten Mannschaften die Gruppenphase bereits erfolgreich überstanden und zogen in die KO-Phase am Sonntag ein, bei den anderen sollte sich dies erst am Sonntag entscheiden. Allerdings lag bis dahin noch eine Nacht der etwas anderen Art dazwischen…

Mitten in der Nacht hatten wir auf einmal die Gesichter der Betreuer über uns, die uns im ruhigen Ton weckten und mit drängendem Unterton behutsam baten, möglichst schnell Schuhe anzuziehen. Etwas desorientiert irrten wir also in unseren Zelten und suchten im Dunkeln unsere Schuhe. Nahmen dabei hier und da einen Blitz wahr und hörten den dazugehörigen Donner, aber verstanden haben wir die Aktion nicht so ganz. Abwechselnd schaute immer wieder ein Betreuer ins Zelt und ermunterte zur Eile.

Und dann: Auf die Plätze…! Fertig…! Los…! Schon ging es durch die inzwischen angekommenen Wasserfontänen immer den Betreuern hinterher. Manche links, manche rechts. Manche also ins Frühstückszelt und die meisten in die Jugendherberge. Alle sahen wir hinterher aus, als wären wir hingeschwommen! Und so saßen wir da: nass, müde und frierend im Speisesaal mit den anderen Vereinen. Kurzer Check: Ja, alle da! Nun hieß es: Unwetterwarnung bis um 03.00Uhr – bis um 04.00Uhr – bis um 05.00Uhr – bis um 07.00Uhr. Irgendwann, als sich das Wetter zwischenzeitlich kurz beruhigt hatte, sollte jeder Verein schauen, wie die Zelte aussahen. In diesem Zuge wurden unsere Schlafsäcke mitgebracht und so konnten wir wenigsten noch ein wenig auf dem Boden, auf den Tischen, unter den Tischen oder auf den Stühlen schlafen, bis wir um 06.30Uhr den Speisesaal geräumt haben mussten. Wir hatten Glück und unsere Zelte haben alles gut überstanden. Andere Vereine hatten da weniger Glück, dort stand das Wasser in den Zelten.

Für den weiteren Verlauf des Turniers sollte jeder Verein für sich entscheiden, ob er weiter teilnehmen möchte oder nicht. Auch unsere Betreuer waren sich nicht ganz einig, aber wir machten weiter. Die Spiele hatten nun eine um die Hälfte verkürzte Spielzeit, da für mittags neue Unwetter angekündigt waren und man so schneller durchkommen wollte. Es folgte also ein ziemlich hektischer Sonntag, an dem man zwischen den Spielen, dem Sachen packen, dem Abbau sowie dem Bus beladen hin und her switchte. Und da deshalb niemand wirklich Lust hatte, bis zu den Siegerehrungen zu bleiben, entschieden sich die meisten unserer Mannschaften lediglich bis zum 4. Platz zu spielen :-D, sodass es um 14.30Uhr wieder gen Heimat gehen konnte.

Zum Schluss noch ein dickes Dankeschön an alle Kinder, die tagsüber und nachts alle super mitgezogen haben, an alle Betreuer, die in jeder Situation alles im Griff hatten, an die Eltern, die in Cuxhaven mit angefasst haben, an Mathias Sehlen, der uns sicher von Northeim nach Cuxhaven und zurückbrachte, an den Fruchthof für das Obst, an Prahmann & Neidhardt für die Würstchen und an das Autohaus „Am Harztor“ für das Bereitstellen eines Autos. Ohne diesen Zusammenhalt und diese Unterstützung wären solche Aktionen nicht möglich!

Impressionen aus Cuxhaven gibt es HIER.