Mit minimalem Kader zu maximalem Erfolg (mA)

Nach unserem Heimsieg gegen Geißmar am vergangenen Wochenende hieß es für uns am Samstag Abfahrt nach Groß Lafferde. Schon beim Treffen vor der eigenen Halle wurde vor allem eine Sache deutlich: Wir waren nur knapp genug Spieler, um eine spielfähige Mannschaft zu stellen. Durch krankheitsbedingte Ausfälle sank die Spieleranzahl auf acht, davon zwei Torhüter. Mit der zusätzlichen Unterstützung von Tom Heiduck aus der mB hatten wir also gerade einmal einen Auswechselspieler und damit nur geringe Möglichkeiten im Spiel Spielern Pausen zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz ließen wir uns weder davon, noch von der geduldverlangenden Verkehrssituation beirren. Die durch die Vollsperrung der Autobahn verlängerte Fahrtzeit nutzten wir, um Taktiken zu besprechen und stellten klar, dass ein sauberes, möglichst straffreies Abwehrspiel notwendig seien würde, denn eine rote Karte konnten wir uns spielerzahlenbedingt nicht leisten.
So trafen wir nach ca. 90 Minuten Fahrt mental gut vorbereitet in der Lafferder Halle ein. Schon beim Erwärmen war klar, dass die Gegner kadertechnisch ähnliche Probleme aufwiesen und es in diesem Punkt also keine Mannschaft im Nachteil war. Mit diesem Wissen eröffneten wir das Spiel mit dem ersten Angriff und dem ersten Tor. In den ersten fünf Spielminuten schien es, als wären beide Teams auf Augenhöhe, doch dann setzte sich Lafferde mit einer zwei-Tore-Führung ab und gab alles, um diesen zu halten. Die Schiedsrichter hatten bezüglich des Abwehrverhaltens eine klare Linie, wodurch es alleine in den ersten zwanzig Minuten sieben Sieben-Meter gab. Laurenz legte eine 100-Prozent-Trefferquote bei unseren vier Stück an den Tag und brachte uns damit immer näher an die Lafferder heran. Vorne im Angriff gelangen uns gute Freispiele und starke Einzelaktionen. Das Hauptproblem in der ersten Halbzeit war jedoch unsere Abwehr, die jedoch mit der Dauer des Spiels immer besser wurde. So gelang es uns in der 24ten Minute in Führung zu gehen. Diese bauten wir auch kräftig aus. Die Bälle kamen an den Kreis (Laurenz) oder auf die Außenposition (Philip) und fanden den Weg hinter die Torlinie des Gegners, während der Ballgewinn in der Abwehr besser wurde. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit schien uns jedoch das Glück verlassen zu haben. Rote Karte gegen Laurenz. Mit ihm ging auch unser einziger Auswechselspieler. Wütend darüber gingen wir in die Halbzeit.
Konnten wir das Spiel jetzt abhacken? Hatten wir uns den Vorsprung von zwei Toren jetzt umsonst erarbeitet? Nein, aufgeben, das halten wir für Schwachsinn. Wir waren immerhin alle nicht umsonst angetreten und alle in der Lage Handball zu spielen. Jetzt hieß es halt aus Scheiße Gold machen! Mit der Überzeugung diese zwei Punkte mit allem erobern zu wollen ging es zurück aufs Feld.
Die zweite Halbzeit mauerten wir hinten dicht. Die Abwehr um den Innenblock Jannik und Henning spielte zusammen, aggressiv, aber möglichst straffrei. Vorne brachten wir mit gutangeleiteten Spielzügen von Finn und Tom die Abwehr in Bewegung und holten uns entweder das Tor, oder eine Zeitstrafe. Bis in die 48te Minute ließen wir die nun drei-Tore-Führung konstant. Für jedes Tor, was Lafferde warf erzielten wir ebenfalls eins. Zehn Minuten vor Schluss schienen sich die Gegner jedoch kaum mehr gegen uns Beweisen zu können, nachdem Lasse diverse Bälle im Tor entschärfte. Tom spielte, als hätte er seit Beginn der Saison bei uns mittrainiert und ging fantastisch auf, während Felix sich als besonders Torgeil zeigte und den Schlussstrich unter das Spiel setzen wollte. Innerhalb von sechs Minuten versenkte er den Ball fünfmal im Netz. Mit einer guten Teamleistung gelang es uns am Ende der Begegnung einen 25:34 Sieg zu erringen und unseren Kampfeswillen in fremder Halle bewiesen zuhaben.
Es spielten:
F. Weber (9), L. Mönnecke (8/4), P. Hilke (5), H. Müller (4), J. Berke (3), T. Heiduck (3 und mindestens 15 Assists), F. Bode (2), L. Wigger (Tor), Y. Diezemann (Tor)