Eindeutige Antwort auf Platzierungsabsicht (mA)

Was kann man samstagabends in Northeim und Umgebung alles machen, um ein wenig Spaß zu haben? Abgesehen von unregelmäßigen, über das Jahr verteilten Dorffeten liegen die nächsten Orte, wo zu solch einer Uhrzeit wirklich was los ist eher im weiter entfernten Göttingen. Dies galt jedoch nicht diesen Samstag. Denn in unserer heimischen Schuhwallhölle eröffnete um 19:00 Uhr das Schiedsrichterduo mit dem Anpfiff ein Handballspiel, bei dem von Anfang an Stimmung auf der Platte war, die sich innerhalb kürzester Zeit auch auf die Zuschauermenge übertrug. In diesem Spiel ging es für uns nicht nur darum, zu halten, was wir noch vorherige Woche an alle künftigen Gäste gerichtet hatten. „Dieses Spiel wird richtungsweisend sein, ob wir diese Saison oben, oder unten in der Tabelle mitspielen werden!“, so unsere Trainer in der Vorbesprechung. Die Antwort auf die still in den Raum gestellte Frage, welche der beiden Möglichkeiten von uns bevorzugt wurde, war ebenfalls ohne ein Wort zu äußern für die ganze Mannschaft selbstverständlich. Mit dem Ball im Besitz zu Beginn des Spiels startend, wendeten wir genau das an, was wir nach den Misserfolgen in Ehmen und gegen Warberg zu lernen hatten. Im Angriff gelang es uns in der ersten Halbzeit durch gute Teamarbeit, oder bemerkenswert starke Einzelaktionen eine gute Chancenerarbeitung und -verwertung zur Schau zu stellen. Diese benötigten wir für die anstürmenden Osteroder auch. Die Gäste legten, angefeuert von ihrem Fanklub einen schnellen und starken Angriff auf, mit welchem wir uns in der ersten Halbzeit mühsam abarbeiten mussten, um Tore zu verhindern. Durch starke Würfe aus dem Rückraum der harzer Mannschaft führten wir bis zur Halbzeit ein starkes Kopf-an-Kopfrennen, bei welchem sich keiner, der das Spiel gesehen hätte über mangelnde Spannung beschweren könnte. Mit der Erwartung auf eine zweite, noch härtere Halbzeit und einer Führung von drei Toren gingen wir in die Pause. Mittlerweile war richtig Feuer in der Halle. Beide Mannschaften wollten den Sieg. Auf den Tribünen wartete das Publikum nur darauf mit dem weiteren Verlauf des Spiels mitfiebern zu können. Zu Beginn der neuen Halbzeit gelang es uns die Gäste mit zwei weiteren Toren auf Abstand zu halten. In der Abwehr bekamen wir durch ein starkes Blockspiel die Würfe aus dem Rückraum in den Griff und erleichterten unserem Torwart damit das Leben. Die Osteroder schienen an dem Wall den wir aus unserem Kampfgeist und Schweiß gebildet hatten kaum einen Weg vorbei zu finden. Dadurch konnten wir häufig Bälle rausspielen. Die in der Verteidigung erarbeiteten Chancen setzten wir vorne grandios um. Vor Allem Linus fiel auf, der mit jedem Angriff zum Tor zog und auch über die osteroder Abwehr den Ball immer wieder am Torwart vorbei ins Tor führte. Ihm schien in dieser Halbzeit jeder Wurf zu gelingen. Wenn es mal nicht die Möglichkeit für Linus, oder Sören gab, den Ball souverän einzunetzen, so brachten wir gut unseren Kreis, oder die Außen ins Spiel. Auch wenn die Osteroder durch das Klatschen ihrer Fans mit gestärktem Rücken in den Angriff kamen, verließen sie unsere Heimspielstätte mit einer Niederlage von 35 zu 27. Die Antwort, auf die wir uns in der Kabine im Stillen geeinigt hatten trugen wir nach diesem Sieg mit einem Dankesapplaus an unsere Fans in die Realität.