wB im Trainingslager

Am 22. und 23.08. stand das erste Trainingswochenende an. Auf dem Plan standen fünf Trainingseinheiten, ein Testspiel und Rahmenprogramm. Los ging es um 9 Uhr früh. An den Gesichtern der Mädels zu urteilen, zu früh. Um die Müdigkeit aus den Gesichtern zu treiben, ging es gleich mal mit 90 Minuten Athletik los. Im Anschluss ging es um individuelles und kooperatives Angriffs- und Abwehrspiel in zwei weiteren Trainingseinheiten. Anschließend fuhren wir zum gemeinsamen Klettern in den Hochseilgarten TreeRock, wo die Mädels ihre Kletterfähigkeiten auf acht unterschiedlichen Einzel- bzw. Partnerrouten ausspielen konnten. Um den Tag rund abzuschließen, traf man sich unter Einhaltung der gängigen – wie auch lästigen – Coronaregeln bei einer Spielerin und füllte die verbrauchten Batterien wieder mit einer typischen Sportlermahlzeit auf: Döner und Pizza.

Der zweite Trainingstag begann mit müden Beinen, einigen Muskelkatern, kleinen Augen, aber vor allem zu früh. Es standen wieder zwei handballspezifische Trainingseinheiten auf dem Programm, die sich v.a. mit kooperativen und kollektiven Inhalten beschäftigten. Abschließend stand das Trainingsspiel gegen die HSG Baunatal, dem letztjährigen C-Jugend-Oberligameister, an. Die Mannschaft ist – ergänzt durch drei Spielerinnen des älteren Jahrgangs – nahezu so zusammengeblieben. Das Ziel war die Umsetzung der trainierten Auslösehandlungen im Angriff und der trainierten Abwehrspielweise, aber vor allem stand im Fokus: Spaß haben! Nach fünf langen Monaten, die man sich nicht mit einem Gegner messen konnte, ging es nun endlich wieder mit Handballspielen los.
Obwohl wir durch die Kooperation nicht nur mit einer gemischten Mannschaft aus Spielerinnen der wB1 und wB2 antraten, sondern auch zum ersten Mal gemeinsam mit letztjährig Moringerinnen und Northeimerinnen zusammenspielten, standen wir gut in der Abwehr und konnten uns vorne immer wieder freie Wurfmöglichkeiten erarbeiten. Die Mädels kooperierten gelungen miteinander, allerdings machten sich nun die 7,5 Stunden Training von den letzten beiden Tagen bemerkbar, denn im Abschluss fehlte oftmals die Konzentration und Präzision – oder aber die Tore sind in Hessen einfach kleiner. Jedenfalls verwarfen wir noch zu viele freie Wurfmöglichkeiten. Entsprechend konnte sich Baunatal einen fünf-Tore-Vorsprung auf 11:6 erarbeiten. In der zweiten Halbzeit steigerte sich dann unser Wurfglück und am Ende konnten wir auf 24:21 verkürzen. Beachtet man die Umstände und Rahmenbedingungen ist dies doch eine sehr beachtliche Leistung. Entsprechend stolz ist das Trainer/innen-Team auf seine/ ihre Schützlinge.
Diese beiden Trainingstage stellten nun den Übergang dar von der schwerpunktmäßig athletischen Vorbereitung zur nun nächsten finalen Vorbereitungsphase, in der die Athletik etwas in den Hintergrund tritt und die handballspezifischen Aspekte vordergründig werden. Dennoch erhalten alle Mädels auf Basis ihrer Testergebnisse individuelle athletische Zielsetzungen, die zu Hause und im Training beackert werden sollen.

 

Fotos: NHC